Heldburg (wotan) - Pünktlich um 06.45 Uhr starteten am 21. August dreizehn Ballone zu ihrem Wettkampf, bei dem es galt, mit aus der Luft abgeworfenen Marken ein Fadenkreuz zu treffen.
Wer von den Heldburgern am 21. August 2011 Frühaufsteher war, dem bot sich ab 06.45 Uhr ein imposantes Bild, als 13 farbenfrohe Heißluftballone über Heldburg schwebten. Auf dem Sportplatz war ein großes weißes Fadenkreuz ausgelegt und die Ballonfahrer versuchten aus der Gondel, dieses mit abgeworfenen Markierungen, an denen gelbe Fahnen befestigt waren, zu treffen. Das gelang Mirko Fridrici mit einer Abweichung von nur 5,91 Metern am besten, gefolgt von Sven Göhler mit 8,74 Metern und Michael Berger mit 9,84 Metern. Auch die Ballonfahrer Torsten Mönch mit 15,68 Metern, Pascal Kreins mit 20,95 Metern, Thomas Elsner mit 23,37 und Roman Hugi mit 29,44 Metern schlugen sich achtbar.
Glück und Pech hatte am 20. August 2011 der Ballonfahrer Stephan Wittich, der mit seinem Sportgerät im Wald landete, wobei die Hülle glücklicherweise nicht beschädigt worden ist. Am 20. August 2011 hatte derselbe Sportfreund Probleme, am Heldburger Kirchturm vorbeizukommen und entschloss sich, in der Nähe des Friedhofs in Heldburg zu landen. Im Garten des Grundstücks Friedhofsstraße 308 setzte er auf, dabei blieben sowohl das Wohnhaus, die Nebengelasse und die Ballonhülle unbeschädigt. Die Hausbesitzer, welche am Vorabend Schuleinführung gefeiert hatten, holten schnell eine Kamera, um das ungewöhnliche Ereignis festzuhalten.
Wettkampfleiter Werner Trippler erzählte schmunzelnd, dass der 19-jährige Pascal Kreina bereits 1999 als achtjähriger „Knirps“ bei jedem Wettbewerb als Zuschauer dabei war und mit 13 oder 14 Jahren selbstbewusst verkündete, er werde einmal Weltmeister im Ballonfahren. Obwohl am 20./21. August 2011 keine Frauen am Start waren, betreiben doch sechs oder sieben Sportlerinnen das Ballonfahren in Deutschland. Sponsoren wie beispielsweise Warsteiner stellen zu Werbezwecken die Hülle, dennoch ist der Sport sehr teuer und etwa 10.000 Euro müssen jährlich aufgebracht werden. Dafür entschädigt das herrliche Gefühl der Luftfahrt mit dem Heißluftballon.
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