Unstrut-Hainich-Kreis (psk/kf) - Noch bis Ende März werden Unterschriften gesammelt, um mit Nachdruck für Ausgleichsmaßnahmen im Hinblick auf die Standortschließung der Bundeswehr in Mühlhausen einzutreten.
„Durch die Fristverlängerung der Aktion hoffen wir, noch viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, bei denen in den letzten Wochen durch Winterurlaub, Ferien oder Karneval das Thema in den Hintergrund trat. Wenn nicht wir uns zusammen für die Zukunft unserer Kreisstadt einsetzen, wer dann?", appelliert Landrat Harald Zanker. Immerhin bringt die Schließung des Bundeswehrstandortes erhebliche negative Folgen für die Wirtschaftsunternehmen der Region mit sich. Deshalb haben sich alle Fraktionen des Kreistages und des Mühlhäuser Stadtrates für Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Standortschließung der Bundeswehr ausgesprochen und eine Prioritätenliste erarbeitet, für die nun um möglichst breite Unterstützung aus der Bevölkerung geworben wird. Unterschriftenlisten wurden beispielsweise in sämtlichen Fachdiensten der Kreisverwaltung ausgelegt. Im Bürgerservice des Landratsamtes in Mühlhausen und Bad Langensalza können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Liste eintragen. Desweiteren wurden Unterschriftenzettel in Unternehmen, Institutionen, Pflegeeinrichtungen, Gemeinden und Banken ausgelegt. Landrat Zanker machte bei seinen Arbeitsbesuchen und Festveranstaltungen auf die Aktion aufmerksam. Gleichzeitig waren Auszubildende des Landratsamtes in Einkaufs- und Baumärkten in Mühlhausen unterwegs, um für das Bürgerbegehren zu werben. Auch in der kommenden Woche wird diese Maßnahme fortgesetzt. Dann begeben sich sechs Lehrlinge, mit Unterschriftenzetteln ausgerüstet, in die Mühlhäuser Innenstadt und gehen auf dem Steinweg, am Untermarkt und in der Burggalerie auf Stimmenfang. Im April 2012 sollen die Listen, samt Forderungskatalog, der Thüringer Landesregierung übermittelt werden. Landrat Zanker hofft, dass mit einigen Tausend Unterschriften die Forderung nach fairen Ausgleichsmaßnehmen mehr Gewicht erhalten. „Wir hoffen weiterhin, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger des Unstrut-Hainich-Kreises die Forderung nach Ausgleichsmaßnahmen unterzeichnen, um bei der Bundes- und Landesregierung einen starken Eindruck zu hinterlassen. Dazu benötigen wir noch weit mehr Unterschriften. Bitte ergreifen Sie Initiative und machen Sie sich für Ihre Region stark! Wer nicht kämpft, hat schon verloren.", so Zankers Aufforderung an die heimische Bevölkerung. Die Protestaktionen vor einigen Jahren, gegen die Schließung des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft in Mühlhausen, haben gezeigt, wie viel man gemeinsam erreichen kann, erinnert er abschließend.
Noch keine Kommentare vorhanden