Neue Ausstellung eröffnet

Stadtmuseum wurde zur Puppenstube

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Nicht nur Kinderherzen werden höher schlagen, gehen sie durch die vorweihnachtliche Ausstellung im Hofgeismarer Stadtmuseum, die gerade eröffnet wurde. Zahlreiche Puppen bevölkern dort derzeit die Vitrinen im Haus I.

Bild anzeigen

(V.l.) Ute Kunold, Erika Schnaubelt und Margret Christoforatos (re.) haben die Ausstellung gestaltet. (2.v.r.) Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing.

© Foto: Seidenstücker

Nostalgische Gefühle und viele Erinnerungen an die eigene Kindheit werden auch bei den Erwachsenen wachgerufen, angesichts der zahlreichen Puppen aus verschiedenen Epochen und Kulturen. So finden sich neben Porzellanpuppen aus vergangenen Jahrhunderten, viele Künstlerpuppen sowie Reproduktionen antiker Puppen. Aber auch „Barbie“ und „Baby born“ haben hier Einzug gehalten. Man sieht Wendepuppen aus Stoff, diese haben eine doppelte Rolle und wurden den Märchenfiguren der Brüder Grimm nachempfunden, sowie viele andere.
Zusammengestellt wurde die Ausstellung durch großzügige Geschenke zweier Familien und der passionierten Puppenmacherin Margret Christoforatos, die zudem einen Einblick in den Herstellungsprozess zusammengestellt hat.
Museumsmitarbeiterin Erika Schnaubelt, die die Ausstellung mitgestaltete, hat ihre erste Puppe ebenfalls darin integriert. „Als ich diese als Kind geschenkt bekam, gefiel sie mir überhaupt nicht“, sagte sie bei der Ausstellungseröffnung.
Das Team des Stadtmuseums hat zudem ein kleines Suchspiel zwischen den Ausstellungsstücken versteckt. Elf Kärtchen mit Buchstaben müssen dabei zu einem Lösungswort zusammengefügt werden. Hat man alle gefunden, kann man bei einem Gewinnspiel tolle Preise gewinnen, die der Heimat- und Verkehrsverein, der Geschichtsverein und die Kasseler Sparkasse zur Verfügung stellt.

Bild anzeigen

Jede Puppe ist ein Unikat und wurde von ihrer Herstellerin liebevoll gestaltet.

© Foto: Seidenstücker

Puppen spielten bereits in sehr frühen Kulturen eine Rolle, so wurden oftmals welche als Grabbeilagen gefunden. Bei manchen Völkern, wie bei den Japanern, gibt es sogar einen feststehenden Tag, der den Puppen gewidmet ist. Immer am 13. März ist dort das „Fest der Puppen“.
Ob als Opferpuppe, zum Spielen oder als Grabbeigabe, mit dem Querschnitt durch die Puppenkultur soll die Ausstellung im Stadtmuseum eine Übersicht zeigen und zum Erinnern und Wünschen animieren.
Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums noch bis Februar 2018 zu sehen.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile