Unstrut-Hainich-Kreis (tk) - Mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in einer Bremer Kinderklinik sieht der CDU/FDP-Landratskandidat seine Bemühungen, einen Fachhochschulstudiengang „Hygiene- und Qualitätsmanagement im Medizinbereich" in Mühlhausen zu etablieren, bestätigt.
Vor wenigen Tagen ist eine Bremer Kinderklinik geschlossen worden, weil zwei Frühchen an einer Infektion gestorben waren. Auch andernorts sind solche Vorfälle in den zurückliegenden Monaten bekannt geworden. Ziegenfuß bemängelt, dass deutsche Hygienestandards weit hinter denen anderer Staaten zurückliegen. „Es gibt in Deutschland einen Mangel an Fachärzten für Hygiene. In anderen Ländern, beispielsweise den Niederlanden, gehören diese Spezialisten zum festen Mitarbeiterstamm. Wir müssen in Deutschland erstens das Hygiene-Bewusstsein in unseren Krankenhäusern nach oben schrauben und zweitens Ausbildungsmöglichkeiten schaffen. Die Ansiedlung eines Hygiene-Fachhochschulganges in Mühlhausen ist auch mit Blick auf die naheliegenden fachverwandten Einrichtungen für alle Beteiligten sehr charmant", erklärt Ziegenfuß. Handlungsbedarf ergibt sich für Ziegenfuß aus etlichen Gründen. Die Patienten werden immer älter, die Immunabwehr mit steigendem Alter immer schwächer. Knapp die Hälfte der Patienten sind bereits über 60 Jahre alt. Eingriffe, Operationen und Behandlungen werden immer komplizierter. Das Infektionsrisiko wird auch durch den steigenden Anteil von Allergikern und Diabetikern angehoben. Außerdem werden Infektionen immer häufiger mit Antibiotika behandelt als noch vor wenigen Jahren. Daraus resultierend bilden sich multiresistente Problemerreger, die sogenannten Krankenhauskeime, die Kliniken immer wieder in große Bedrängnis bringen. „Wir brauchen höhere Standards und gut ausgebildetes Fachpersonal in den Kliniken. Deshalb sehe ich die Schaffung dieser 100 Studienplätze in Mühlhausen als große Chance für den Unstrut-Hainich-Kreis und Thüringen insgesamt", so Ziegenfuß.
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