Jubiläumsschau anlässlich 111 Jahre Kaninchenzuchtverein T182 Stadtroda

Langohren präsentierten sich von ihrer besten Seite

Laasdorf (sho) - Blaue Wiener, Alaska, Kleinsilber gelb - sie waren die Stars zur Jubiläumsschau des Kaninchenzuchtvereins T182 Stadtroda. Mit der Ausstellung hat der Verein sein 111-jähriges Bestehen gefeiert.

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Jubiläumsschau zum Vereinsjubiläum: Heino Kühne vom Kaninchenzuchtverein T182 Stadtroda zeigte seine Weißen Neuseeländer. © Foto: sho

Über 80 Kaninchenzüchter mit 453 Tieren in 45 Rassen und Farbenschlägen lockte die Saale-Holzland-Kreisschau des Kreisverbandes Stadtroda in die LTR-Halle nach Laasdorf. Darunter Vertreter der sieben Vereine des Kreisverbandes Stadtroda sowie Zuchtfreunde umliegender Kreisverbände wie Jena, Eisenberg und Apolda. Sie alle wetteiferten mit ihren Tieren unter anderem um die Titel Saale-Holzland Meister, Saale-Holzland-Jugendmeister, bester Rammler und beste Häsin. Bewertet wurden die Vierbeiner von einer Jury nach sieben Kriterien darunter Gewicht, Körperform, Fellhaar, Kopf und Ohren sowie Pflegezustand.

Die beste Sammlung und damit den Titel „Saale-Holzland-Meister" konnte Jürgen Fickler aus Seitenroda mit seinen Blauen Wienern für sich behaupten. Kreisjugendmeister wurde Patrick Reich aus Großbockedra mit Kleinsilber gelb. Den besten Rammler stellte ebenfalls Jürgen Fickler mit einem Blauen Wiener und die beste Häsin konnte Bernd Büchel aus Schmölln mit Alaska sein Eigen nennen.

„111-Jahre Kaninchenzucht Stadtroda waren ein ständiges Auf und Ab", erzählte Winfried Held, stellvertretender Vereinsvorsitzender des Kaninchenzuchtvereins T182 Stadtroda, „in der Gründungszeit hatte der Verein 80 oder 100 Mitglieder. Im Krieg brach dann alles zusammen. Nach dem Krieg wurden die Mitglieder wieder mehr und auch zu DDR-Zeiten war Kaninchenzucht lohnend. Doch seit der Wende betreibt man sie nur noch als Hobby." Heute haben die Kaninchenzuchtvereine stark mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. „Unser Verein hat 17 Mitglieder, darunter ist ein Jugendlicher", sagte Held, „es rücken keine jungen Leute nach."

Unterstützung für die Vereinsarbeit gab es vom Land Thüringen. Roland Richwien, Staatssekretär des Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, überbrachte dem Kaninchenzuchtverein T182 Stadtroda 1.000 Euro aus Lottomitteln. Von dem Geld will der Verein neue Vereinskleidung kaufen.

© sho

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