Fürstlich gedeckt! Von der Tafelzier am Rudolstädter Hof

Rubrik: Bildung

Mitte des 18. Jahrhunderts waren für die Festtafel am Rudolstädter Hof Dresdner Porzellane in Benutzung. Um nicht weiterhin in Meißen kostbare Porzellane kaufen zu müssen, gab vermutlich Fürst Johann Friedrich von Schwarzburg-Rudolstadt (1721-1767) in Volkstedt ein Service in Auftrag. Speisegeschirrteile des Rudolstädter Hoftafelservice aus der Zeit um 1766 gehören zu den ältesten Porzellanen der Volkstedter Manufaktur. Sie zeigen eine einheitliche Dekoration auf allen Einzelteilen mit einem plastischen Randmuster sowie dem aufgemalten Wappen der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Das Reliefdekor „Alt-Brandenstein“ als Randmuster fand erstmalig 1738 für den kursächsischen Oberküchenmeister Friedrich August von Brandenstein (gest. 1743) Verwendung. Insbesondere die Sauciere zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Gestaltung mit üppigen Rocaillen und plastisch ausgeformten Tierköpfen an den Griffen aus.
Mit einer festlich gedeckten Tafel im Roten Saal rückt für einige Zeit dieses Speiseservice der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt in den Blickpunkt. Damit verbunden wird Wissenswertes über vergangene Sitten und Bräuche insbesondere über Feste am Rudolstädter Hof vermittelt. Die höfische Tafelkultur war Vorbild für alle gesellschaftlichen Schichten und bestimmt auch heute noch viele mit dem Essen und Trinken verbundene Gewohnheiten.

 

Zeitraum:
Fr, 20.04.2012 - Fr, 31.08.2012

Ort:
Residenzschloß Heidecksburg

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