Das Fair Resort Sport- & Wellnesshotel vor den Toren Jenas hat sich am Markt behauptet

Druck von zwei Seiten: Investieren, investieren, investieren

Jena (anw) – Im Februar dieses Jahres kam die Bestätigung. Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband (THÜHOGA) verlieh dem Fair Resort Sport- & Wellnesshotel in Zöllnitz erneut für drei Jahre die Bewertung Superior plus. Die Kontrolleure würdigten damit das Leistungspaket des Hotels.

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Mischa Böhme, Residential Manager im Fair Resort Sport- & Wellnesshotel, zeigt die von der THÜHOGA erneut für drei Jahre verliehene Superior plus Einstufung.

© Foto: anw

Damit dieses Niveau erhalten und hier und da weiter ausgebaut werden kann, muss das größte Eigentümer geführte Hotel in der Region immer wieder investieren. „Die Kriterien für eine solche Hotelbewertung sind härter geworden", fasst Miteigentümer Ralf Krahmer die Notwendigkeit, Qualität mit Investitionen zu sichern, zusammen. Neben den institutionellen Prüfern ist der Übernachtungsbranche in den letzten zehn Jahren ein weiterer und sehr einflussreicher Qualitätsprüfer entstanden: der Hotelgast selbst.

Das Internet macht's möglich. Konnten früher schlechte Eindrücke nur in der Mund-zu-Mund-Propaganda weiter gegeben werden, kann heute ein negatives Urteil binnen weniger Augenblicke im WorldWideWeb verbreitet werden. „Die Gäste", sagt Hotelier Krahmer, „besitzt heute viel mehr Macht." Ihn freue es verständlicherweise, wenn z.B. unter HolidayCheck.de, einem der großen weltweit genutzten Verbraucherportale, sein Haus bei aktuell 485 Bewertungen auf einen Punkteschnitt 5,0 von 6 möglichen Punkten komme und die Weiterempfehlungsrate 88 Prozent betrage. Und das bei einer Auslastungsquote von über 90 Prozent (branchenüblich sind rund 60). Vorbei der Ansturm niederländischer Gäste, 50 Prozent der Übernachtungen würden von Gästen aus den neuen Bundesländern gebucht. Besucher aus Bayern und Hessen stellten ebenfalls einen Großteil der Besucher.

Dieser zweiseitige Druck zwingt das Management immer wieder zu Investitionen. 2010 und auch 2011 profitierte das Fair Resort von einer 2009 sehr kontrovers, oft auch mit Häme versetzt diskutierten Entscheidung der schwarz-gelben Bundesregierung, für Hotelübernachtungen den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent einzuführen. Auch wenn noch eine abschließende Bewertung durch die Finanzämter ausstehe, da nicht alle Punkte geklärt seien, Krahmer konnte bei einem Pressetermin letzter Woche wichtige Ergebnisse dieser Steuersenkung präsentieren. Denn die daraus resultierenden zusätzlichen Einnahmen seien komplett für zwei Bereiche ausgegeben worden. Zum einen durften sich die 115 Mitarbeiter des Hauses, darunter 20 Azubis, über insgesamt 70.000 Euro Weihnachtsgeld freuen. Zum anderen konnten seither über 400.000 Euro netto in das Hotel gesteckt werden. Alle 113 Zimmer erhielten neue Tapeten, TV-Geräte, Teppiche, Fußböden, Betten. Die Hotelflure wurden saniert. Diese größere Investition hinterließ auch bei Jenaer Firmen Wirkung. Nur in einem Fall ging laut Krahmer ein Auftrag nach Apolda, alle anderen Arbeiten seien an Jenaer Betriebe vergeben worden. Probleme mit den Gästen hätte es keine gegeben, wie etwa in Hotels, zu deren Stammkunden große Firmen zählen, die wiederum die reduzierte Steuerbelastung bei den Zimmerpreisen angerechnet bekommen wollten.

Das vor zwölf Jahren eröffnete Hotel, das sehr schnell intensiv auf den damals einsetzenden Wellnessboom setzte (Krahmer: „Ein Glückfall für uns") und mit diesem Profil bis heute im gesamten Freistaat Thüringen ein Alleinstellungsmerkmal aufweist, will weiterhin seinem Leistungsangebot arbeiten. In Planung sei der Bau eines zweiten Wintergartens direkt am schon bestehenden, dies ermögliche größere Feiern im separaten Rahmen. Nachdem vor einigen Jahren bereits eine hauseigene Wäscherei eingerichtet wurde, denkt das Hotelmanagement nun über eine hauseigene Bäckerei nach. Nicht erst seit der japanischen Katastrophe und den Debatten um einen Ausstieg aus der Kernenergie wird eine autarke Energieversorgung zumindest angedacht.

Dass nicht nur die Sonne wie zum Pressetermin über dem Fair Resort scheint, wollte Krahmer in gewohnter Offenheit nicht verschweigen. Der Geburtenknick in Ostdeutschland hat längst auch die Hotelbranche erreicht. Hätten sich vor einiger Zeit noch 200 Bewerber auf eine Lehrstelle gemeldet, wären die Zahlen, mit Ausnahme bei den kaufmännischen Berufen, stark zurück gegangen. Deshalb lädt das Hotel am 16. April von 10 bis 16 Uhr zu einem „Azubi-Tag" ein.

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