Erfurt (mg/pm) – Es war eine Mega Boxnacht was über 5500 Zuschauer in der ausverkauften Erfurter Messehalle erlebten. Ein Europameisterschaftskampf und zwei Weltmeisterschaftskämpfe standen auf dem Programm.
Beim WBO-Weltmeisterschaftskampf traf der Herausforderer Ola Afolabi (l.) den Champion Marco Huck (r.) mehrmals mit plazierten Treffern.
© Foto: Matthias GränzdörferAls erster Kampf an diesem Abend stand der Europameisterschaftskampf im Schwergewicht zwischen Kubrat Pulev aus Bulgarien gegen den Herausforderer Alexander Dimitrenko aus Deutschland auf dem Programm. Schon dieser Kampf hielt, was er versprach. Alexander Dimitrenko versuchte den Kampf von Anfang an zu bestimmen und begann mit hohen Tempo den Kampf. Gekonnt setzte er seine Führungshand ein. Pulev hielt sich die ersten Runden zurück, um aber immer wieder mit platzierten Schlägen seinen Gegner zu treffen. Zum Ende des Kampfes wurde der Bulgare immer stärker und Dimitrenko konnte nichts mehr entgegensetzen. Eine Sekunde vor Ende der elften Runde gewann Kubrat Pulev den Kampf durch K.O. den Europa-Meisterschaftstitel.
Kurz vor 23 Uhr war es dann soweit. ARD Moderator Waldemar Hartmann und Box Experte Henry Maske begrüßten vor der Live Übertragung im Fernsehen das Erfurter Publikum, denn der Hauptkampf des Abends stand auf dem Programm. Der Titelkampf im Cruisergewicht zwischen dem Pflichtherausforderer Ola Afolabi und dem WBO-Weltmeister Marco "Käpt´n" Huck. Es war der große Kampf und hielt, was er versprach und die Zuschauer sich erhofft hatten.
Zu Beginn hatte der Herausforderer Afolabi mehr vom Kampf. Er war beweglicher und setzte Huck immer wieder unter Druck. Huck kam ab Runde drei besser in den Kampf und brachte den Briten fast zum Wanken. Doch der schlug mit harten Aufwärtshaken zurück. Nur der Gong rettete Afolabi in der neunten Runde vor dem K.O., denn Huck ließ so ein Schlaggewitter los das sein Gegner mehr als Angeschlagen war. In der zwölften Runde mobilisierten bei Boxer noch einmal alles und wie wichtig das für Huck war sollte sich dann bei den Ringrichtern zeigen. Zwei von ihnen werteten den Kampf unentschieden. Nur ein Punktrichter sah mit 115:113 Punkten Marco Huck vorn. So blieb Marco "Käpt´n" Huck weiter WBO-Weltmeister.
Auch zu später Stunde bot die Kampfnacht in Erfurt noch gutes Boxen. Der Super-Mittelgewichtler Robert Stieglitz gewann auch die sechste Titelverteidigung seines WBO-Gürtels klar nach Punkten gegen den kurzfristig eingesprungenen Nader Hamdan aus Australien. Stieglitz boxt nun gegen Arthur Abraham am 25. August. Wo der Kampf stattfindet, steht noch nicht fest.
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