Leuchtenburg verändert ihr Gesicht

Baustart für „Porzellanwelten“

Seitenroda (sho) - Auf der Leuchtenburg in Seitenroda bei Kahla hat offiziell der Umbau für die geplante Dauerausstellung „Porzellanwelten" begonnen. Mit der Enthüllung der Bautafel haben Unterstützer, Fachplaner und Bauherren gemeinsam den Auftakt für die Arbeiten gegeben. Insgesamt zehn Millionen Euro werden in die Umgestaltung der Burg und die Ausstellung investiert.

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Bautafel enthüllt: Landrat Andreas Heller, Stiftungsgeschäftsführerin Ulrike Kaiser, Stiftungskurator Wolfgang Fiedler, Pfarrer Matthias Schubert, Stiftungsvorstand Sven-Erik Hitzer und Stiftungskurator Frank Krätzschmar (v.l.) haben gemeinsam den Auftakt für die Arbeiten an den „Porzellanwelten Leuchtenburg“ gegeben.

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„Voraussetzung für den Beginn der Arbeiten war die Erneuerung der Zufahrtswege", sagte Sven-Erik Hitzer, Vorstand der Stiftung Leuchtenburg. Sie sind nahezu fertiggestellt. Der Umbau des mittelalterlichen Gemäuers startet nun am Torhaus. Es wird nach 13 Jahren Leerstand saniert und im Inneren ausgebaut. Künftig hat dort die Verwaltung der Stiftung Leuchtenburg ihren Sitz. Außerdem wird ein Veranstaltungssaal für Tagungen, Wechselausstellungen, Feste und Feiern entstehen. Die Eröffnung ist für September geplant.

Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen das neue Besucherzentrum auf dem Burgvorplatz und die Technikzentrale in Betrieb gehen. Die Arbeiten hierfür beginnen Mitte des Jahres. Im Besucherzentrum werden der Kassenbereich der Leuchtenburg, sowie ein Shop, ein Café und zeitgemäße Toiletten untergebracht. Die Technikzentrale beherbergt das Herz der Burg. Dort werden alle Medienanschlüsse, die auf der Burg neu installiert werden (Wasser, Abwasser, Strom und Heizung), zusammengefasst. Technik soll dort genauso erlebbar werden für die Besucher wie das Brennen von Porzellan. Hierfür sei ein Schaubereich vorgesehen.

Mit den Arbeiten an den eigentlichen Ausstellungsflächen soll im Oktober begonnen werden. Sie werden Großteils im Logierhaus, der ehemaligen Jugendherberge, untergebracht. Dort wird auch ein Aufzug eingebaut, der einen barrierefreien Zugang zu der Ausstellung ermöglicht. „Alle Neu- und Anbauten, die im Rahmen der ,Porzellanwelten' errichtet werden, sprechen eine eigenständige architektonische Sprache", gab Thomas Haustein vom Architektur- und Ingenierbüro Bau-Consult Hermsdorf einen Ausblick, „sie spiegeln ein modernes Bauen wieder, das bewusst im Kontrast zur historischen Bebauung der Burg gesetzt wird."

Bis 2013 soll das Gesamtprojekt umgesetzt sein. Insgesamt sieben „Porzellanwelten" sollen dann als multimediale Erlebniswelten die Besucher in ihren Bann ziehen. Sie befassen sich unter anderem mit den Ursprüngen des Porzellans, seiner Geschichte, den Thüringer Porzellanmanufakturen und der Zukunft des Werkstoffes. „Die Finanzierung des Projektes ist gesichert", informierte Sven-Erik Hitzer. Das Geld komme zum Großteil von der EU, aber auch vom Land und der Stiftung selbst, die seit 2007 Eigentümerin der Burg ist. „Nun ist es an den Baubetrieben, alles, was bisher am Computer in Grundrissen und Bildern entstanden ist, Wirklichkeit werden zu lassen", so Sven-Erik Hitzer weiter. Die Bauleistungen werden in viele kleine Lose aufgeteilt. Damit soll regionalen Handwerkern und kleinen Firmen die Möglichkeit gegeben werden, sich an dieser „großen Baumaßnahme, die weit über Thüringen hinausstahlen wird" zu beteiligen.

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