Lusans Gesicht hat sich gewandelt – Stück grünes und lebenswertes Gera

Größter Stadtteil feiert 40-jähriges Jubiläum

Gera (sv) - Sein 40-jähriges Jubiläum feiert Geras größter Stadtteil an diesem Wochenende beim 9. Lusanfest. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich wollen die Lusaner den runden Geburtstag – noch dazu bei freiem Eintritt - gebührend begehen.

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Der Birkenpark in Lusan nach Rückbau, Sanierung und Modernisierung.

© Foto: Andreas Vieweg

 

 

So sind sie zum Kuchenwettbewerb aufgerufen, um für jedes Jahr Lusan einen zu backen. Die „40“ spielt auch bei der Mal-Aktion „Lusan in Farbe“ eine große Rolle. Highlight des an Offerten prall gefüllten Wochenendes wird bestimmt das Familienpicknick auf der großen Festwiese, das sich zum größten Thüringens mausern soll. Es gibt den 1. Breakdance Contest, und ein eigener Kalender erzählt die Geschichte Lusans, der 2. Stilettosprint und die 9. Wahl der Miss Lusan stehen auf dem Programm.
Der Startschuss für den Bau dieser Plattenbausiedlung fiel am 28. April 1972. Danach schossen die Neubauten wie Pilze aus dem Boden. Die ersten Wohnungen wurden im September 1973 bezogen. 1974 öffnete mit der heutigen IGS die erste Schule. Parallel entstand die notwendige Infrastruktur. Ende der 80er Jahre bot Lusan rund 45.000 Menschen ein Zuhause. Heute sind es nur noch gut 21.000. Dabei kehrte auch mancher dem Stadtteil den Rücken, weil ihm die zuvor heiß begehrte „Platte“ nicht mehr angemessen schien. Angesichts dieser Entwicklung waren und sind das Können und die Weitsicht von Stadtplanern wie Wohnungsbesitzern gefordert. „Weiche Schale - harter Kern“ war von Anfang an die Devise für die geplante nachhaltige Umgestaltung. Das bedeutet Rückbau von den Rändern her mit einer Aufwertung der Kernbereiche und des Grünzuges Brütetal, um die landschaftlich reizvolle Lage des Stadtteils zu verbessern.
Der umfassende Umbau des Stadtteils begann 1994. Dabei gingen Rückbau, Sanierung und Modernisierung Hand in Hand. Überall dort, wo die „Platte“ verschwand, leuchtet Lusan heute Grün. Erhalten blieb die Infrastruktur, die der Stadtteil braucht – von Verkehr, über Kitas und Schulen bis zu Handel und ärztlicher Versorgung. Gera hat sich für Lusan entschieden, und dieser nach wie vor größte Stadtteil ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht nur lichter und grüner, sondern vor allem lebenswerter geworden.

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