Jena (anw) – Der Jenaer Nahverkehr hat seine Investitionen für die Gleiserneuerung zwischen Grietgasse, Paradiesbahnhof und südlich der Paradiesbrücke begonnen. Seit dem 9. bis geplant 25. Juli 2012 wird südlich der Paradiesbrücke eine Weiche eingebaut, um in diesem Abschnitt bei größeren Sonderveranstaltungen im Ernst-Abbe-Sportfeld Bahnen rangieren zu können.
Gleichzeitig wird nördlich der Brücke der Gleisbogen Richtung Stadtzentrum erneuert. Die Straßenbahnlinien von Neulobea (Ost und West) verkehren über die Kahlaische Straße. Die Haltestellen Sportforum und Jenertal werden mit Schienenersatzverkehr (SEV) angefahren.
Im 2. Bauabschnitt vom 26. Juli bis 21. August werden zunächst die Reparaturen der Überfahrt Grietgasse und anschließend der Austausch der Gleisbögen an der Kreuzung Knebelstraße durchgeführt. Zuerst Grietgasse und dann die Knebelstraße müssen für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Damit wird das Strabanetz in ein Nord- und ein Südnetz geteilt. Aus Zwätzen und Jena-Ost fahren die Bahnen bis Ernst-Abbe-Platz.
Bahnen aus Lobeda-Ost über Winzerla fahren bis Paradiesbahnhof (Linie 2, 3, 34). Linie 4 und 35 fahren bis Paradiesbrücke. Für die Linie 5 wird SEV eingerichtet. Die Haltestelle Paradiesbahnhof wird während der Bauzeit auf die Paradiesbrücke verlegt, hier entsteht eine temporäre Holzkonstruktion.
Im 3. Bauabschnitt zwischen 22. und 31. August werden die Gleisbögen im westlichen Teil des Gleisdreiecks gewechselt. Die Linien 2, 3 und 34 aus Winzerla kommend werden über die Oberaue geleitet. Die Haltestellen zwischen Winzerla und Stadtzentrum erhalten SEV über die Kahlaische Straße. Die Linien 1, 4, 5 und 35 sollen voraussichtlich ab dem 22. August wieder regulär über die Oberaue verkehren.
Zusätzlich muss die Brücke über die Leutra in Höhe Kreisverkehr/Puschkinplatz einer Brücken-Belastungsprüfung unterzogen werden. Der Jenaer Nahverkehr rechnet damit, dass die Ende der 20er Jahre gebaute Brücke diesem Test standhalten werde und ein Neubau damit nicht erforderlich würde.
Die Gesamtkosten für diese Investition belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, davon übernimmt der Freistaat Thüringen 973.000 Euro.
Noch keine Kommentare vorhanden