Jena (sho) - Keine Osterfeiertage für die Spieler von Science City Jena. Die Mannschaft hat es geschafft, sich einen Startplatz in den heißumkämpften Play-Offs zu sichern. Trotz Niederlage am letzten Spieltag der regulären Saison zogen die Hightowers in die Runde der besten acht Teams ein, die in den Play-Offs den Meister ausspielen.
Freuen sich über das Erreichen der Play-Offs: v.l.n.r. Georg Eichler (Trainer), Lars Eberlein (Geschäftsführer SCJ), Wilfried Opitz (Geschäftsführer Autohaus Reichstein & Opitz), Dietmar Bendix (Sportlicher Leiter) und Christoph Roquette (Mannschaftskapitän).
© Foto: shoNach einem packendem Finale im letzten Saisonspiel im Sporthallenkomplex Lobeda-West und Platz acht in der Tabelle muss sich Science City Jena in der ersten Play-Off-Runde gegen den Tabellenersten, den Mitteldeutschen Basketballclub aus Weißenfels, behaupten. „Wir haben nichts zu verlieren. Wir werden dem MBC in allen Spielen einen großen Kampf liefern“, sagte Trainer Georg Eichler. Bis zu fünf Mal könnten Jena und Weißenfels aufeinandertreffen. Denn bei den Play-Offs spielen die besten Acht der 15 ProA-Teams in einem Best-of-Five-Modus um den Aufstieg in die erste Bundesliga. Das bedeutet, die Mannschaft, die zuerst drei Spiele gewinnt, gilt als Sieger der Serie. Dabei spielt der Erste der regulären Saison gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebten usw. Die Gewinner der Erstrundenduelle formieren die Halbfinal- und anschließend die Finalpartien. Im Finale gibt es nur ein Hin- und Rückspiel, um den Meister zu ermitteln. Absolviert werden die Spiele in einem sehr kurzem Rhythmus. Spieltermine für Science City Jena sind nach dem Auftakt am 5. April in der Stadthalle Weißenfels der 7. April, 19 Uhr, im Sporthallenkomplex Lobeda-West, 9. April, 18 Uhr, Weißenfels, 13. April, 19.30 Uhr, Sporthallenkomplex Lobeda-West und 15. April, 16.30 Uhr, Weißenfels.
„Bei diesem engen Zeitplan ist es wichtig, dass die Mannschaften athletisch top fit sind“, sagte Dietmar Bendix, Sportlicher Leiter von SCJ. Außerdem komme es darauf an, sich gut zu regenerieren. „Die Weißenfelser haben ein großes Aufgebot an qualitativ guten Spielern und damit klar den Vorteil, mit zwölf Mann rotieren zu können“, berichtete Eichler, „wir fahren auch eine große Rotation, haben aber dennoch vier bis fünf Spieler, die sehr viele Minuten abreißen müssen.“ Besonders die jungen Spieler würden deshalb herangezogen werden und müssten in dieser Rotation verantwortungsvolle Rollen einnehmen.
„Wir sind natürlich nicht der Favorit in diesen Spielen. Doch wir fühlen uns in unsere Underdog-Rolle sehr wohl“, so Eichler weiter. Dass Science City den Tabellenprimus auch schlagen kann, hat die Mannschaft in der Hinrunde gezeigt. „Wir müssen es schaffen, sehr diszipliniert zu spielen und möglichst wenige Ballverluste zu produzieren. Der MBC ist eine Mannschaft, die jeden Fehler des Gegners gnadenlos ausnutzen kann.“
Eichlers Schützlinge selbst gehen ohne Druck in die Spiele. Das Saisonziel, in die Play-Offs zu kommen, sei erreicht. „Gegen den MBC erwartet keiner groß was von uns. Wir können befreit aufspielen“, berichtete Mannschaftskapitän Christoph Roquette.
Für die Geschäftsführung von Science City Jena sind die Play-Offs der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison. „Sie war erfolgreich sowohl in sportlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht“, erklärte Geschäftsführer Lars Eberlein, „wir haben es geschafft, unsere treuen Sponsoren weiter zu binden, neue hinzuzugewinnen und auch das Fanumfeld auf uns aufmerksam zu machen.“ Dabei sei es gelungen, Rekordumsätze beim Verkauf von Fanartikeln zu erzielen. Beste Arbeit werde auch im Nachwuchsbereich geleistet. Für die NBBL‘er bestehe die Chance deutscher Meister zu werden - das habe es bei den Männern noch nie gegeben in den neuen Bundesländern. Und auch in der ProA agierten bei Science City Jena junge Spieler mehr Minuten als in jeder anderen Mannschaft. Um Spielern, Fans und Sponsoren in Zukunft ein gutes Ambiente bieten zu können, sei es wichtig, den Bau einer eigenen Halle voranzubringen. Die offizielle Bewerbung dazu sei abgegeben. Werde der Zuschlag erteilt, sollen die Bauarbeiten am Gleisdreieck Burgau in Kürze beginnen. Nächsten Sommer könnten dann schon die Basketballer in der neuen Halle auflaufen.
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