Jena (sho) - Die Beratungsstelle der Polizeidirektion Jena hat ein neues Domizil. Sie befindet sich jetzt im Justizzentrum in der Rathenaustraße.
Justizangestellte Gabriele Jähnke beim Versuch ein Fenster aufzuhebeln. Steffen Pönisch, Leiter der polizeilichen Beratungsstelle, berät Bauherren und Eigenheimbesitzer, wie sie ihr Heim besser vor Einbrechern schützen können.
© Foto: sho„Die Polizei hat nicht nur die Aufgabe, Straftaten zu verfolgen und aufzuklären, sondern auch die Aufgabe Prävention zu betreiben“, sagte der Leiter der Polizeidirektion Jena Heiko Schmidt. Deshalb sei es wichtig, eine polizeiliche Beratungsstelle vorzuhalten. Hier bietet die Polizei für Bürger, Firmen oder Institutionen Beratungen u.a. zu Eigentums-, Körperverletzung- oder Vermögensdelikten (Falschgeld) an, sowie zum Schutz vor Einbrechern. Und das völlig kostenlos.
„Wir hatten im Bereich der PD Jena im vergangenen Jahr ca. 21.000 Straftaten zu verzeichnen. Davon eine nicht unerhebliche Zahl von Wohnungs- und Hauseinbrüchen“, so Schmidt. Hier setze die polizeiliche Beratungsstelle an. Private Bauherren oder Hausbesitzer werden darüber informiert, wie sie ihr Haus oder ihre Wohnung sicher gestalten können, um sich damit vor Einbrechern zu schützen oder zumindest den Angreifer im ersten Zug abzuwehren. „Die Erfolge sprechen für sich“, erklärte der Leiter der PD. „Die Wohnungseinbrüche sind seit der Wende um die Hälfte zurückgegangen. Doch nicht die Anzahl der Täter sank, die bauliche Technik wurde besser." DDR-Wohnungstüren oder -Fenster seien ausgebaut worden.
„Je mehr die Menschen umrüsten, desto mehr wird zu hören sein, dass Einbrüche im Versuch stecken geblieben sind“, sagte der Leiter der polizeilichen Beratungsstelle Steffen Pönisch. „Das ist unser Ziel. Straftaten zu verhindern, bevor sie überhaupt passieren.“
Bisher hatte die polizeiliche Beratungsstelle ihre Räume am Anger. Das alte Gebäude wird jedoch abgerissen. Die Stadt will dort ein Gefahrenabwehrzentrum errichten.
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