Bad Salzungen (jh) - Der 1. Mai als Internationaler Kampf- und Feiertag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – gerechte Löhne, soziale Sicherheit“.
Traditionell fand die Maifeier am Pressenwerk in Bad Salzungen statt. Vertreten waren neben den Gewerkschaften auch der Sozialverband VdK, die Linke und die Sozialdemokraten. Die Mairede hielt die Gewerkschaftssekretärin des DGB Brigitte Baki. Sie prangerte an, dass immer öfter die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise zum Anlass genommen wird, um Arbeitnehmerrechte zu beschneiden. Wörtlich sagte Brigitte Baki: „Die Mächtigen nutzen auch diese Krise als gute Chance, weiter von unten nach oben umzuverteilen. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen.“ Auch die Zunahme von Leiharbeit, befristete Beschäftigungen und unsicheren Arbeitsplätzen kritisiert die Gewerkschafterin. 7,7 Millionen Menschen seien gezwungen in schlechten und unsicheren Jobs zu arbeiten. Außerdem setzte Brigitte Baki den Mindestlohn auf die Agenda. Mindestens 8,50 Euro, besser 10 Euro müssten drin sein. Sollte es nicht dazu kommen, wäre eine Minirente für viele Beschäftigen im Alter Alltag. Abschließend betonte Brigitte Baki: “Wir wollen die Schaffung eines sozialen Europa.“ Im Anschluß sprach die Vorsitzende des Sozialverbandes VdK, Kreisverband Bad Salzungen Andrea Fiedle. Vor allem zum Thema Altersarmut, Pflege, prekäre Arbeitsverhältnisse mit schlechtem Verdienst und soziale Ungerechtigkeiten fand sie deutliche Worte. Sie versprach, dass der Sozialverband VdK unbeirrt für einen starken Sozialstaat eintreten wird. Umrahmt wurde die Veranstaltung von DJ Nicole Zdunek, sowie den ukrainischen Kindern aus dem Kinderheim Hämbach. Spontan trat die Line-Dance-Gruppe des Sozialverbandes VdK auf und erhielt viel Beifall.
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