Pressemitteilung BBL/FWL:

Antragspaket wurde an Gemeinderat geschickt

Lauenförde (brv) - Mit großem Elan hat sich die Bürger für Bürger Lauenförde und Freie Wähler Meinbrexen/Lauenförde, BBL/FWL-Gruppe an die Arbeit für Lauenförde und Meinbrexen begeben.Sie ist mit 2 Mitgliedern im Gemeindrat Lauenförde vertreten

Weil eine Übernahme der "Regierungsverantwortung" an der CDU gescheitert ist, hat sich die Bürger-Gruppe vorgenommen, den Bürgermeister Tyrasa und seine SPD, CDU, FDP-Koalition mit Sachvorschlägen zu unterstützen, um Lauenförde zukunftsfähig zu machen.

In einer mehrtägigen Planungsklausur wurden die Ziele für Lauenförde und Meinbrexen formuliert und in zunächst 12 Anträgen an Bürgermeister und Gemeinderat geschickt.

Volker Faltin, Sprecher der BBL/FWL: „Wir wollen eine verlässliche Arbeit für die Gemeinde leisten und dazu ist eine kurzfristige, mittelfristige und langfristige Planung unabdingbar, um von unüberlegten Blitz-Entscheidungen weg zu kommen." Seine Stellvertreterin, Sonja Sprock (FWL) ergänzt: „Nur durch Transparenz, rechtzeitige Information und klare Wegbeschreibung ist es möglich, alle Bürger auf einem gemeinsamen Weg in die Zukunft mitzunehmen."

Im Rahmen dieser Planungen haben sich unterschiedliche Schwerpunkte ergeben.

Beim Thema Energieautonomie für Lauenförde sieht die BBL/FWL-Gruppe langfristig die völlige Unabhängigkeit von bisherigen Versorgungsstrukturen im Strom und Wärmebereich hin zu "Erneuerbaren Energien".

Kurzfristig sind eine Bürgerenergiegenossenschaft zu gründen und Flächen für Bürgerenergieerzeugung auszuweisen. Heinrich Wenisch: „Sonne und Wind gehören allen Bürgern und deshalb müssen auch alle Bürger die Möglichkeit bekommen, davon zu profitieren." Dazu liegt dem Gemeinderat ein ausführlicher Antrag seit Anfang Dezember vor.

Förderung der Kinder in allen Bereichen vom Kindergarten bis zur Schule und betrieblicher Ausbildung gehören zu diesen Zukunftsthemen. Dazu wurde zunächst ein Antrag zu einem schülerorientierten Schulhof der Grundschule Lauenförde gestellt.

Dass es in Lauenförde keinen Sitzungsplan gibt, ist nicht nur für die Ratsmitglieder unangenehm. Auch die Bürger haben ein Recht, langfristig zu wissen, wann sie ihre Anliegen und Anregungen an den Rat vortragen können. Ein Antrag zur Verbesserung der Transparenz wurde ebenfalls eingereicht.

In diesen Zusammenhang fällt auch der BBL/FWL-Antrag zur Einführung eines Bürgerhaushaltes. Eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung an kommunalen Entscheidungsprozessen stärkt die Demokratie, gibt eine zusätzliche Entscheidungshilfe für ehrenamtliche Ratsmitglieder und hilft Mittelverschwendung zu reduzieren.

Eva-Maria Ferber: „Gerade bei der Verwendung der Steuergelder haben die Bürger oft ein besseres Gespür für angemessene Preise." Ein Bürgerhaushalt erfüllt damit die Funktion der Transparenz und fördert den sozialen Ausgleich. Entscheidungen werden so auf die Ebene der Betroffenen verlagert.

Auch in Lauenförde steigt die Zahl der leerstehenden Immobilien, besonders im Bereich der Gewerbeflächen. Dazu wurde ein umfangreicher Antrag mit konkreten Handlungsmöglichkeiten eingereicht. Karl Krahn (FWL): Zunächst ist eine Bestandsaufnahme wichtig, die dann Interessenten zur Verfügung auch im Internet gestellt wird. Und dann muss ein Förderprogramm aufgelegt werden, um die gewachsenen Ortskerne und Strukturen in Meinbrexen und Lauenförde zu erhalten bzw. zu reaktivieren, die Attraktivität der bestehenden Ortslagen zu steigern, Infrastruktur zu erhalten oder neu anzusiedeln und eine nachhaltige Belebung in den Ortskernen herbeizuführen, bzw. zu unterstützen."

Ein weiterer Antrag soll zur Verkehrsberuhigung auf den Hauptverkehrsstraßen beitragen. Dazu sollen mobile Geschwindigkeitswarner die Autofahrer für langsames Fahren optisch belohnen. Johanna Nolte (BBL): „Besonders in der Bahnhofstraße können ältere oder gehbehinderte Menschen kaum noch die Strassenseite wechseln, weil das Verkehrsaufkommen zu groß ist und weil häufig zu schnell gefahren wird."

Bürgerschaftliches Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Auch Lauenförde lebt vom freiwilligen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ohne deren ehrenamtliche Unterstützung wäre vieles nicht möglich – ganz egal, ob es sich um den sozialen Bereich handelt, um Sport, Kultur oder Umwelt. Dazu hat die BBL/FWL-Gruppe die Einführung eines Ehrenamtspasses beantragt. Gerade, um auch junge Mitbürger zum ehrenamtlichen Einsatz zu motivieren.

Jürgen Wenisch (FWL): „Was den Beverunger Jugendlichen schon lange ermöglicht wird, sollte den ehrenamtlich tätigen Lauenfördern nicht vorenthalten werden."

Das Wasserleitungsnetz in der Gemeinde und ein Großteil der Straßen, Wege und Bürgersteige ist seit Jahrzehnten nicht erneuert worden.Ein Erneuerungszeitplan unter Mitwirkung der Bürger wurde dazu ebenfalls beantragt.

Besonders wichtig ist für dieBBL/FWL- Bürgergruppe eine verlässliche Zeitplanung, in die dann die Anträge in ein Handlungskonzept eingefügt werden.

Volker Faltin,

Sprecher der BBL/FWL

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