Höxter (ozv) - Ein aktuelles Gutachten zur Erdgasförderung unter Einsatz giftiger Chemikalien (Fracking) bedeutet keine Entwarnung. Das betont Ludger Roters, Geschäftsführer der Grünen im Kreis Höxter. Damit tritt er anderslautenden Einschätzungen entgegen. So hält er es für gravierend, dass keineswegs geklärt ist, welche langfristigen Auswirkungen die unter hohem Druck verpressten giftigen Lösungen haben.
„Auch die aktuell vorgelegte Studie der Universität Texas zeigt, dass viele Probleme im Zusammenhang mit dem Fracking noch nicht gelöst sind. Der Forschungsbedarf ist nach wie vor gegeben. Deswegen fordern wir Grünen von der Bundesregierung unverändert, die Fracking-Technologie für die Dauer von zwei Jahren auszusetzen", macht Ludger Roters deutlich. „Die Ankündigung von ExxonMobil, in zwei Jahren bei der Erdgasförderung auf den Einsatz giftiger Chemikalien verzichten zu können, unterstützt unsere Position."
Darüber hinaus merken die Grünen an, dass die Unabhängigkeit der Studie nicht über alle Zweifel erhaben sei. Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Grünen, berichtet: „Im September 2011 haben Shell und die Universität Texas einen Kooperationsvertrag über 7,5 Mio. Dollar unterzeichnet, welcher ausdrücklich Forschungsvorhaben zum Thema Unkonventionelles Erdgas zum Gegenstand hat."
Ludger Roters
Geschäftsführer
Bündnis 90 / Die Grünen
Kreisverband Höxter
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