Die Zeit ist ran! Umpferstedt macht sich feierfit – und betet ein bisschen

„14, 15: Keermse!!!“ und ein dichter Himmel

Umpferstedt (AM/haw) – Und wieder stellt sich die Frage; Hat Weimar das Dichten von Umpferstedt gelernt? Oder war das alles umgekehrt? Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Kommt ganz darauf an, WO man fragt… Also: Nicht nur in Weimar hockten und hocken einige sehr markante Dichter rum, sondern auch in Umpferstedt. Einer der „Heimatdichter“ von dort produzierte diese Zeilen: „Nun ist es wieder soweit,  / in Umpferstedt ist Kirmeszeit. / Wir wollen mit Euch feiern bis es kracht, / und tanzen bis spät in die Nacht!“

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„14, 15: Keermse!!!“ Umpferstedt macht sich kirmesfit. Die Organisatoren haben in den nächsten Tagen alle Hände voll zu tun. Und hoffen auf schönes Wetter... 

© Foto: am

Der Sommer ist da. Der Juli startet ganz frisch... Die Tage werden schon wieder kürzer (also die Nächte länger). Die Zeit ist ran!  Umpferstedt rüstet sich. Demnächst – vom 6. bis zum 8. Juli - steht für die Einwohner der 660-Seelen-Gemeinde eine obligatorische Feierlichkeit ins Haus: das Kirchweihfest, also die Kermse, die Kärmse, die Kirmes... In Umpferstedt schreibt man Keermse.

Was Umpferstedt Weimar noch voraus hat: Hier gibt es eine Keermse. In Weimar nicht. Und es wird dort in absehbarer Zeit auch keine geben. Weil sie es nicht hinkriegen. Weil die genmanipulierte Tradition fehlt.

Planung, Organisation und Durchführung der Feierlichkeiten liegen heuer wieder beim „Kirmes- und Heimatverein 06 e.V.“. Die „06“ sagt (dieses Jahr), dass der Verein vor „06“ Jahren gegründet wurde. Im Jahre 2006. Und: Die Keermse wird also wieder eine Bewährungsprobe sein. Mit „06“ ist man noch nicht raus aus den „Kinderschuhen“.

Und, gibt es noch einen gravierenden Unterschied zwischen Weimar und Umpferstedt? Na? Also: Weimar ist/war ein „Dichter-Himmel“ und Umpferstedt braucht einen „dichten Himmel“. Also keinen Regen. Jedenfalls nicht zu viel. Hier sind sich die Kirmesorganisatoren einig mit Agrargenossenschaftlern. Wer da sein Abendgebet spricht, sollte auch eine Bitte an den Wettergott richten. Ob es etwas nützt, weiß keiner so genau. Es schadet auf jeden Fall nicht. (Und, was sagen die Gärtner?)

Die Umpferstedter Keermse-Organisatoren haben jetzt alle Hände voll zu tun. Am Freitag, 6. Juli, geht’s los. „Unique“ tritt da auf den Plan. Als Opener, Eröffner. Eigentlich vorher schon der Mellinger Spielmannszug. Beim Umzug.

Bis dahin muss der Dorf-Plan kirmesfit sein: Ausschmücken mit Birken, Bierzelt stellen... und eben die tausend anderen organisatorischen Handgriffe und Absprachen zu Musik, Umzug, Einladungen an Gäste, Essen und Trinken... Aus dem „Fonds“ / dem „Pool“ der Vereinsmitglieder haben sich ein halbes Dutzend Kirmespärchen („06“) „rekrutiert“.

Wenn das so genannte „Ständchen“ – ein musikalischer Tusch, ein Hoch, und mehr... vor jedem Haus – vorüber ist... Und alle wieder fit sind... startet der obligatorische Umzug am Sonnabend, 2. Juli. Da schlängeln sich im Zug die Kirmespaare in einer Prozession durch den Ort. „14, 15: Keermse!!!“ klingt da der Schlachtruf. Heraus, heraus! Eine letzte Aufforderung, die Fernsehpantoffeln mit den Tanzschuhen zu tauschen.

 

Aus dem Programm

 

(„Damit es jeder weiß, geben wir unser Programm hier preis:“)

Aus dem Programm

* Fr, 6. Juli      

18.30 Uhr; Kirchweih-Gottesdienst

19.45 Uhr: Festumzug mit dem Spielmannszug Mellingen

20.00 Uhr: Tanz mit „Unique“

* Sa, 7. Juli      

20.00 Uhr: Tanz mit „Popstore“

* So, 8. Juli      

10.00 Uhr: Frühschoppen mit „Popstore“ und großem Hammelkegeln

15.00 Uhr: Kindertanz mit DJ Krauti; Seniorennachmittag mit Kaffee & Kuchen

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