Bei der Berufsentscheidung mit beiden Beinen fest im Leben

Rückbesinnung auf Wissens- und Könnensqualitäten

Geisa (M.Veltum) - Die Rhön–Ulstertal–Schule in Geisa bestreitet eigene Wege um ihre Schüler bei der Berufsentscheidung zu unterstützen.

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Berufswahlkoordinator Bernd Hollenbach, Klassenleiterin Dagmar Nicklich und Berufsberater Thomas Kohlbrecher während der Berufsinformationsveranstaltung

© Foto: M.Veltum

Wirtschaft und Schule ziehen an einem Strang. Im Konsens soll der Bewerbungsprozesses mit noch mehr Projekten sowie Bürokratie vermieden werden und die Rückbesinnung auf die Wissens- und Könnensqualitäten der Schüler im Mittelpunkt stehen. Im Rahmen der Umsetzung einer eigenen Berufswahlkonzeption fand kürzlich auf Initiative der beiden Klassenleiter der 9. Klassen der RSG, Dagmar Nicklich und Jutta Osdoba sowie dem Berufswahlkoordinator Hollenbach und dem Berufsberater der Agentur für Arbeit, Thomas Kohlbrecher eine Informationsveranstaltung für Eltern und Schülern dieser Klassenstufe statt. Dabei stand die Vermittlung einer exakten und effizienten Logistik von der Berufsorientierung - beginnend ab Klasse 7 bis hin zur eigentlichen Berufswahl vorrangig in Klassenstufe 10 - unter Begleitung der Agentur für Arbeit zur Debatte. Mögliche Berufswege, Terminplanungen für Bewerbungen, aktuelles Zahlenmaterial, aber auch konkrete Tipps für den Bewerbungsprozess fanden großes Interesse bei den Zuhörern. Eingangs erläuterte Bernd Hollenbach die bisherigen Aktivitäten der Schule zur Findung eines eigenen, erfolgsorientierten Berufsorientierungs- und Entscheidungsprozesses. „Die langjährig konstante 100 prozentige Vermittlungsquote bei den Abgängern unserer Schule ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der Findung individueller schülerbezogener Möglichkeiten und dem oft direkten Kontakt zur Wirtschaft.“, sagte Hollenbach. Schlüsselfunktionen nehmen dabei neben einer beruflichen Eignungsfindung über den Praxiseinsatz in Kompetenz der FAA Merkers die weiteren Möglichkeiten des FAV WAK ein. Hier besteht für die Schüler die Möglichkeit durch „Schnupperpraktika“, dem „Azubifinder“ und speziell durch die beiden Betriebspraktikas der Schüler der neunten Klasse die Realität der Berufswelt zu erfahren und eigene Neigungen sowie Fähigkeiten zu entdecken. Die Praxiseinsätze werden schulintern als persönlicher Joker der Schüler für die Bewerbung betrachtet, entsprechend solide vorbereitet und durch ein ausgesuchtes Lehrerteam direkt am Praktikumsort begleitet. Die dabei mittlerweile geschaffene Kontaktschiene zu Firmen der unterschiedlichsten Branchen - vorrangig in Hessen und Thüringen - kann sich sehen lassen, schätzte Hollenbach ein. „Die fast ausnahmslos positive Referenzliste der dort tätigen ehemaligen Schüler ist ein wichtiger Vertrauensfaktor in der Kooperation zwischen der Wirtschaft und unserer Schule.“, so der Berufswahlkoordinator weiter. Der hinterlassene Gesamteindruck eines Schülers kann zur persönlichen Eintrittskarte ins Unternehmen werden, weiß Berufsberater Thomas Kohlbrecher. Selbst bei Abweichungen vom geforderten Zensurendurchschnitt seien Unternehmen bereit, aufgrund von überdurchschnittlichen Praktikabewertungen, zusätzliche Betriebspraktika zu organisieren, um doch noch eine Übernahme des Bewerbers zu ermöglichen.

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