Kreispolizeibehörde Höxter informiert:

„Brems Dich – Schule hat begonnen“

Krs. Höxter (ozv) - Ab dem 08. September ist es wieder soweit: 1443 i-Dötze stürmen voller Tatendrang die Schulen im Kreis Höxter. Für sie beginnt der Ernst des Lebens – allerdings nicht nur in der Schule, sondern auch im Straßenverkehr – also auf dem Weg zur Schule und von dort wieder nach Hause. Sie sind wie in der Schule die „Neuen" und müssen auch im Straßenverkehr lernen und angeleitet werden.

Dazu Tipps und Hinweise der Polizei:
Kinder erleben den Straßenverkehr anders als Erwachsene
Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen. Ihr Blickfeld ist um ein Drittel kleiner als bei Erwachsenen, wodurch sie seitlich herannahende Fahrzeuge erst wesentlich später wahrnehmen. Darum: Autofahrer aufgepasst! Achten Sie in den ersten Wochen ganz besonders auf die Kinder, denn sie sind unsere schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr.
Mit dem Fahrrad sollten Erstklässler nicht zur Schule fahren
Erst ab 8 Jahren sind Kinder fähig, sich über einen längeren Zeitraum auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Mit dem Fahrrad sollte man Erstklässler darum nicht zur Schule fahren lassen, da erst mit 14 Jahren die Fähigkeiten zum sicheren Radfahren vollständig entwickelt sind.
Ihr Kind geht zu Fuß zur Schule:
Begleiten Sie Ihr Kind in den ersten Wochen zur Schule und lassen es dabei nach einer Zeit selbst entscheiden, wann und wo es eine Fahrbahn überquert. Zum Schluss folgen Sie Ihrem Kind mit einem Abstand und kontrollieren (auch „versteckt") sein richtiges Verhalten im Straßenverkehr.
Beobachten Sie Ihr Kind und achten Sie darauf, ob es sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren kann, Entfernungen herannahender Fahrzeuge richtig einschätzt, Gefahren erkennt, den Unterschied zwischen Fahrbahn, Gehweg und Radweg kennt und sich auf besondere Situationen im Straßenverkehr (Baustellen, parkende Fahrzeuge, u.ä.) einstellen kann.
Nehmen Sie sich Zeit bei der individuellen Verkehrserziehung Ihres Kindes und üben Sie schon jetzt dafür auf den täglichen kleinen Fußwegen.
Bevor Sie mit dem Kind eine Fahrbahn überqueren, halten Sie kurz auf dem Gehweg vor der Bordsteinkante an. Ein Kind braucht diese Zeit, um sich einen Überblick über die Verkehrssituation zu verschaffen.
Kinder haben oft das Problem, Rechts und Links zu unterscheiden. Überlegen Sie deshalb mit ihm an konkreten Stellen, von wo Fahrzeuge kommen können, damit es dort in die richtige Richtung schaut. Grundsätzlich soll es sich natürlich in beide Richtungen versichern, dass die Straße frei ist.
Beachten Sie bitte auch, dass Ihr Kind nun häufig bei Dunkelheit und in der Dämmerung unterwegs sein wird. Deshalb ist helle und reflektierende Kleidung lebenswichtig.
Ihr Kind wird mit dem Auto zur Schule gebracht:
Denken Sie daran, dass Kinder bis zum 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, während der Fahrt eine geeignete Rückhalteeinrichtung haben müssen. Fehlt ein solches Rückhaltesystem, droht nicht nur ein Bußgeld, sondern es besteht für Ihr Kind ein erheblich höheres Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt zu werden.
Achten Sie bei Sitzerhöhungen darauf, dass der Gurt deutlich über das Schlüsselbein und nicht zu nah am Hals geführt wird. Der Beckengurt sollte wirklich über das Becken und nicht über den Bauch führen. Dazu dienen die Gurtführungen, die sich an den Seiten der Sitzerhöhungen befinden.
Lassen Sie Ihr Kind immer an der Seite zum Bürgersteig ein- und aussteigen; achten Sie dabei aber bitte auf Radfahrer.
Bitte denken Sie daran, dass Sie als Fahrzeugführer/-in an haltenden Schulbussen grundsätzlich in beiden Richtungen nur mit Schrittgeschwindigkeit (4–7 km/h) vorbeifahren. Hat der Schulbus die Warnblinkanlage eingeschaltet, ist das sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Geben Sie selber Kindern immer ein gutes Vorbild im Straßenverkehr!
Damit auf dem Schulweg zu den Grundschulen im Kreis Höxter nichts „schief" geht, startet die Polizei im Kreis Höxter auch in diesem Jahr wieder Aktionen rund um die Sicherheit auf den Schulwegen. Polizeiliche Präsenz auf den Schulwegen und Hilfestellungen mit Aufklärung über mögliche Gefahrenfelder stehen dabei im Vordergrund, damit i-Dötze sicher und ohne Schaden zur Schule und auch wieder nach Hause kommen. Daneben werden in den ersten Wochen des neuen Schuljahres verstärkt Geschwindigkeitsmessungen, Überprüfungen zum richtigen Gebrauch von Rückhaltesystemen und Kindersitzen sowie besondere Bus- und Zweiradkontrollen im Schulverkehr durchgeführt.
Im Jahr 2010 waren im Kreis Höxter sieben Schulwegunfälle im Straßenverkehr mit zwei schwer verletzten und fünf leicht verletzten Schülerinnen/Schülern zu registrieren. Schulwegunfälle lassen sich vermeiden, wenn die „Kleinen" behutsam an die Gefahrenfelder des Straßenverkehrs herangeführt werden und den Erwachsenen deutlich ist, dass Kinder den Straßenverkehr anders als Erwachsene erleben und wahrnehmen.
Und zum Schluss noch ein Appell an die „großen" Fahrradfahrer. Gerade auch sie sollten sich bewusst darüber sein, dass sie ein Vorbild für die „Kleinen" sind. Da passt es dann gar nicht , wenn man mit dem Fahrrad die rote Ampel ignoriert, weil man „nur" rechts abbiegen will. Auch Fahrrad fahrend den Zebrastreifen zu benutzen, ist eine Unsitte geworden. Radfahrer sollten sich bewusst sein, dass sie keinen Vorrang genießen und sich selber in große Gefahr begeben. Jugendliche und erwachsene Fahrradfahrer haben auch nichts mehr auf Gehwegen zu suchen. Dieses Recht ist zum Schutz der Kinder bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres den „Kleinen„ vorbehalten.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile