Ostdeutscher Projektzirkus gastierte in Tabarz

So ein Zirkus! – Eine Grundschule in der Manege

Tabarz (schmieder/mdk) - Ein Zirkusprojekt der besonderen Art hat die Staatliche Grundschule „Am Inselsberg" gemeinsam mit der 5. Klasse der Regelschule und den diesjährigen Schulanfängern der beiden Tabarzer Kindergärten erlebt.

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Ein immer gut gefülltes Zelt, Beifall und natürlich Spaß bei den Darbietungen war der Lohn für alle Beteiligten.

© Foto: privat

Der „1. Ostdeutsche Projektcircus Andre Sperlich“  gastierte auf dem Reitplatz am Tabbs. Angefangen hat die Realisierung des Projektes mit  der Idee der stellvertretenden Schulelternsprecherin, Frau Otto, vor eineinhalb Jahren. Sie machte den Schulleiter Herrn Schmieder auf das Projekt aufmerksam und unterstützte die Bewerbung  der Einrichtung. Nach dem Einholen von Informationen über den Projektcircus und dem Abstimmen mit der Schulkonferenz über die Teilnahme hieß es erst einmal  „warten“!  4 Jahre wären „normal“ gewesen. Aber die Tabarzer hatten Glück, dass eine andere Schule ihren Termin nicht wahrnehmen konnte. So ging es mit eineinhalb Jahren ziemlich „schnell“. Nach viel Vorbereitung, u.a. dem Gestalten von selbst entworfenen Plakaten durch die Kinder, begann am Sonntag um 10 Uhr der gemeinsame  Aufbau  des Zeltes  nebst Innenleben.  Das Lehrerkollegium der Grundschule, etwa 40 Eltern mit ihren Kindern und das Trainerteam um Alfred Sperlich und selbst Einwohner, die gar keine Kinder im Grundschulalter mehr haben arbeiteten Hand in Hand und schafften in toller Zusammenarbeit  innerhalb 50 Minuten den kompletten  Aufbau. Danach wurden erste Kontakte untereinander geknüpft und die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt.  Am Montag wurde den Kindern um 8 Uhr durch das Zirkusteam das einzuübende Programm dargeboten. Allen war die Begeisterung schon auf den Bänken anzusehen. Schon im Vorfeld konnten die Kinder Wünsche für ihre Rolle äußern und wurden in Trainingsgruppen eingeteilt.  So konnte sich jeder schon mit seinem Part anfreunden. Im Anschluss an die Vorführung begann dann das Training in den einzelnen Gruppen. Manche Kinder übten im Zirkuszelt, andere mit ihren Trainern in den Klassenräumen oder der Turnhalle der Schule. Sehr viel Wert wurde seitens der Trainer auf Disziplin gelegt. Nur so konnten die 160 teilnehmenden Kinder in nicht mehr als  zwei Übungseinheiten  ein derart ansprechendes Programm einüben,  dass  es in den insgesamt drei folgenden öffentlichen Vorstellungen am Dienstag und Mittwoch viel Gänsehaut und manch feuchtes Auge gegeben hat!  Es war sehr beeindruckend, mit welcher Hingabe jedes einzelne Kind seine Rolle „verkauft“ hat.  Jeder, vom Schlawiner bis zur „schüchternen Maus“, fand beim Projekt seine eigene Bühne. Es sprach sich schnell herum, was die Kinder mit ihren Lehrern und Trainern auf die Beine gestellt hatten. Das Zirkuszelt war dreimal sehr gut gefüllt. So viele Tabarzer auf so engem Raum gibt es nicht sehr oft zu sehen. Jeder, der an diesem Projekt teilgenommen  oder es sich angeschaut hat, konnte nicht nur die farbenfrohen Bilder sondern auch die Erkenntnis mitnehmen, dass ein gemeinsames Ziel nur mit Fleiß, Disziplin und Respekt erreicht werden kann. „Wir Erwachsenen sollten uns dies für alle Lebenslagen verinnerlichen und uns am Zirkusprojekt unserer Kinder ein Beispiel nehmen! Beispielhaft war auch die Beteiligung am Sponsoring zu dieser Veranstaltung. Ich kann mich nur herzlichst bei allen im Namen der Kinder bedanken, die uns als Schule finanziell, logistisch und ideell unterstützt haben“, sagte der Schulleiter. „Ein besonderes Dankeschön richtet sich auch und nicht zuletzt an mein Kollegium der Grundschule, an die Kolleginnen und Kollegen der Kindergärten und der Regelschule für die Mitwirkung und Betreuung der Kinder auch über das normale zeitliche Arbeitspensum hinaus, an die Schulsachbearbeiterin Frau Pfauch und den Hausmeister Herrn Schatt. Natürlich  danken wir dem 1.Ostdeutschen Projektcircus Andre  Sperlich, speziell  dem Trainer-Team um  Alfred Sperlich für die einmalige Umsetzung dieses Projektes. Schon jetzt steht fest, dass wir in absehbarer Zeit auch den zukünftigen Grundschulkindern in Tabarz diese pädagogisch wertvolle Projektwoche gewähren möchten. Ich glaube, wenn alle wie bei diesem großartigen Projekt bei der Gestaltung des Ortes miteinander an einem großen Ziel arbeiten, dann kann Tabarz viele Pluspunkte sammeln. Lassen Sie uns Erwachsene Vorbilder für unsere Kinder sein, sie sind die Zukunft und werden sich an uns orientieren“, meinte Schmieder abschließend.

 

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