Eisenach (ink). Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne für Krankenhäuser, andere stationäre und ambulante Einrichtungen sowie Alten- und Pflegeheime.
Sterilisations-Assistentin Brigitte Pallasch bei der Arbeit. Hier werden mehrfach verwendete Instrumente dekontaminiert, gereinigt, sterilisiert und desinfiziert. Die dazu verwendeten Automaten sind in Thüringen so ziemlich das Modernste, sprich „der Mercedes unter den Reinigungsgeräten“.
© Foto: Fink„Ziel ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter zur verbesserten Händedesinfektion“, erklärten Dr. Klaus Bickel (Ärztlicher Direktor), Matthias Schulz (Pflegedienstleiter), Holger Claus (Hygiene) und Veronika Balkau (Hygienefachkraft) bei einem Pressegespräch Mitte April. Sie demonstrierten auch, wie die Desinfektion der Hände richtig vorgenommen wird, um die Übertragung von Keimen von Mensch zu Mensch zu minimieren. Und das Sankt Georg Klinikum Eisenach veranstaltete dazu letzten Dienstag einen Hygienefachtag mit Anschauungsmaterial, Aktionen und Fortbildungen für seine Mitarbeiter.
Nicht nur in Eisenach – die „Aktion Saubere Hände“ ist zeitlich unbegrenzt und man zieht dabei weltweit gegen Krankenhauskeime zu Felde. Denn: Jährlich gibt es in Deutschland etwa eine halbe, europaweit etwa drei Millionen Fälle von Krankenhausinfektionen. Diese führen zu zusätzlichem Leid für die Patienten, längeren Liegezeiten und immensen zusätzlichen Kosten für das Gesundheitswesen. In Europa sterben laut Expertenschätzungen jährlich etwa 50.000 Menschen an derartigen Infektionen. Die „Aktion Saubere Hände“ hat zum Ziel, durch ein verbessertes Händedesinfektionsverhalten Infektionen in Krankenhäusern zu minimieren. Die Kampagne wurde im Januar 2008 gestartet und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Inzwischen machen mehr als 980 Einrichtungen aktiv mit; das GKE ist seit 2009 dabei.
Ein wichtiger Messparameter ist der Verbrauch an Händedesinfektionsmittel. „Eine steigende Compliance der Händedesinfektion spiegelt sich im erhöhten Verbrauch an Desinfektionsmittel wieder“, so Dr. Bickel. Das GKE konnte, besonders auf sensiblen Stationen wie Intensiv- und Palliativstation sowie Klinik für Kinder- und Jugendmedizin „Dr. Siegfried Wolff“, den Verbrauch innerhalb von drei Jahren „signifikant steigern“, begründet der Ärztliche Direktor die Bedeutung der Aktion. 159 Krankenhäuser bestimmten den Verbrauch an Händedesinfektionsmittel für ihre Stationen von 2007 bis 2010 und erreichten einen Anstieg von knapp 36 Prozent.
Am Samstag, 21. April, steigt von 9.30 Uhr bis 14 Uhr im GKE ein Gesundheitstag, bei dem die gute Möglichkeit besteht, sich näher zur „Aktion Saubere Hände“ zu informieren. Des Weiteren findet am 4. Mai von 17 bis 20.30 Uhr im GKE ein Symposium anlässlich des 10jährigen Bestehens des St. Georg Klinikums mit interessanten medizinwissenschaftlichen Vorträgen statt. Hierzu wird um Anmeldung unter Telefon 03691-6981901 gebeten.
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