Wo kommt auf einmal das Geld her?

Landestheater Eisenach gerettet?

Eisenach (sj) - Das Gezerre ums Geld für das Landestheater dauert seit Jahren an. Und auf einmal hat die Stadt das Geld.

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Demo vor dem Theater am 13. Mai

© Foto: Glöckner

Ominös und geradezu lächerlich ist der Wirbel, um das Landestheater Eisenach. Stadtrats- und Kreistagssitzungen, Demos vor dem Theater und vor dem Landtag in Erfurt, Aktionen über Aktionen und Gott weiß was noch alles. Am 16. Mai 2012 versammelte sich zum Thema nun der Kreistag im Landratsamt: Ergebnis? Wunder über Wunder: Die Stadt hat auf einmal das Geld, um das Haus zu erhalten. Woher? Das ist für einen normalen Menschen nicht nachvollziehbar. Kreistagsmitglied MdB Christian Hirte sieht das so: „Monatelang drücken sich der noch amtierende OB Doht und Staatssekretär Deufel (SPD) davor, ihre Hausaufgaben zu machen. Und kurz ehe das Theater vor die Wand gefahren ist, kommt über Nacht ein Lösungsvorschlag. Dieses Possenspiel ist für alle Beteiligten in Stadt und Kreis und für das Theater eine Zumutung." Hirte freut sich natürlich - wie alle anderen - dass die Stadt offenbar doch das Geld hat. Wenn aber immer nach der Hilfe Anderer gerufen wird und über Nacht Geld auftaucht, fragt man sich schon, was los ist. Vielleicht liegt des Rätsels Lösung in der privaten Äußerung eines relativ hoch einzuordnenden SPD-Mitglieds. Sie lautet: „Hoffentlich wird das Theater erst nach dem 1. Juli zugemacht. Dann haben die LINKEN den Schwarzen Peter und die SPD ist fein raus." Das nennt man dann wohl die Zusammenarbeit der demokratischen Fraktionen zum Wohle der Stadt. Zum Wohl!

 

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