Berufschancen für Schüler steigen

Kooperationsvereinbarung zwischen SMA und Gesamtschule

Immenhausen (hai) - Die Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen und die SMA Solar Technology (Niestetal) streben durch die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung eine engere Zusammenarbeit an. Ziel ist die Unterstützung der Schule in ihrer pädagogischen Arbeit durch stärkere Realitätsbezüge. Für die Schüler wird die Berufsorientierung und -vorbereitung verbessert.

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Schülerinnen und Schüler bei einem Physikworkshop bei SMA.

© Foto: privat

SMA bekommt durch die Kooperation einen größeren Einblick in die Möglichkeiten und Leistungen der Schule. Für SMA ist es eine intensive und umfangreiche Kooperation mit einer Schule. Erfahrungen in dem Bereich hat die Freiherr-vom-Stein-Schule bereits mit Kooperationen zu VW (Baunatal), Daimler Benz (Kassel) und SERA (Immenhausen). „Die Zusammenarbeit mit SMA begann vor zwei Jahren und wird durch die Kooperationsvereinbarung jetzt als Modellprojekt auf verbindlichere Füße gestellt“, berichtet Fredy Zech, stellvertretender Schulleiter an der Gesamtschule Immenhausen.
Für SMA-Ausbildungsleiterin Dr. Cindy Wolf-Rockstroh bietet die Kooperation die Chance, Schülerinnen und Schüler an die Themen der Ausbildung heranzuführen und besonders auch Mädchen für technische Berufe zu interessieren. Insgesamt bietet der Solartechnologiekonzern an seinen Standorten fünf technische und kaufmännische Ausbildungsberufe an. „Wir bekommen immer weniger gute Bewerberinnen und Bewerber und setzen deshalb auf frühzeitige Zusammenarbeit mit Schulen“, so Wolf-Rockstroh.
„Die Ziele der Kooperation bestehen darin, dass Schüler die Arbeits- und Wirtschaftswelt kennen lernen, indem ihnen eine angemessene Praxisbegegnung ermöglicht wird, um ein realistisches Bild über Arbeitsplatzbedingungen und Qualifikationsanforderungen entwickeln zu können“, informierte Schulleiterin Brigitte Kastell. Zudem ist ihr wichtig, dass die Schüler die Breite der beruflichen Möglichkeiten erfahren und Ängste vor dem Einstieg ins Berufsleben genommen werden. Dafür entwickeln Schule und SMA gemeinsam Kommunikationsformen und Projekte, die dazu beitragen, das Interesse an der Wirtschafts-, Arbeits- und Berufswelt zu wecken, auszubauen und letztlich zu befriedigen. Die Unterrichtsinhalte sollen durch diese Kooperation mit dem Unternehmen einen stärkeren Realitäts- und Praxisbezug erhalten und ständig weiterentwickelt werden.
SMA wird dazu beitragen, dass den Schülern in den verschiedenen Jahrgangs- und Entwicklungsstufen in unterschiedlichen Fächern die Anforderungen der Wirtschaft im Allgemeinen und auch speziell im Unternehmensalltag begegnen. Konkret sind u.a. Betriebsbesichtigungen, Betriebspraktika, und Bewerbungstraining geplant. „Expertenbesuche im Unterricht erhöhen außerdem deutlich den Praxisbezug. Fachkräfte aus Unternehmen referieren themenbezogen bzw. gestalten praktische Unterrichtseinheiten“, stellte Zech die Pläne vor. Seine Erfahrung ist, dass Schüler im Betriebspraktikum Freude haben. Diese Motivation soll durch die Vernetzung von schulischen und betrieblichen Möglichkeiten sowohl für den Fachunterricht in der Schule als auch den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben als außerschulischer Lernort genutzt werden. Informationsveranstaltungen behandeln deshalb wichtige Themen rund um die Berufswahl. Unternehmensvertreter können in diesem Kontext aus der betrieblichen Praxis berichten. Workshops bieten zudem die Möglichkeit, sich mit einem bestimmten Thema intensiv und praktisch zu beschäftigen. Als Beispiel zu nennen ist die Verbindung von schulischen Inhalten im Fach Physik und deren Anwendung im Unternehmen.

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