Meiningen (tk) - Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen wurde gerade einmal 42 Jahre alt. Dennoch hinterließ der Fürst während seiner gut 20-jährigen Regentschaft über das südthüringische Herzogtum deutliche Spuren. Ihm zu Ehren und anlässlich seines 250. Geburtstages eröffneten die Meininger Museen am 19. Oktober 2011 eine Sonderausstellung in der mittleren Galerie der Elisabethenburg.
Anlässlich seines 250. Geburtstages ist Herzog Georg I. in den Meininger Museen ab dem 19. Oktober 2011 eine mehrmonatige Sonderausstellung gewidmet.
© Foto: Tina KwiatkowskiGeorg I. wurde am 4. Februar 1761 als Sohn von Anton Ulrich und Charlotte Amalie in Frankfurt am Main geboren. 1782 übernahm er die Regentschaft über das Herzogtum Sachsen-Meiningen, welche er bis zu seinem Tode im Jahre 1803 inne hatte. Auf der Basis der aufgeklärten Politik seiner Mutter führte er das Land im Sinne des aufgeklärten Absolutismus weiter und stand damit für einen Entwicklungssprung, der sich um 1800 in vielen Bereichen des Herzogtums vollzogen hatte.
Während seiner etwa 20-jährigen Regierungszeit widmete sich Georg I. insbesondere der Rechtspflege sowie der Pflege des kirchlichen Lebens und des Schulwesens. Darüber hinaus galt er als Förderer von Industrie, Handel, Land- und Forstwirtschaft und engagierte sich im kulturellen Bereich für die Meininger Musikszene und das Meininger Theater. Er gestaltete den Englischen Garten sowie den Park von Schloss Altenstein nahe Bad Liebenstein, war maßgeblich am wirtschaftlichen Aufschwung der Spielwarenregion Sonneberg beteiligt und initiierte die Gründung des ersten Meininger Gymnasiums.
Ebenfalls im Jahre 1782 heiratete er Louise Eleonore von Hohenlohe-Langenburg. Aus dieser Ehe gingen die drei Kinder Ida, Adelheid, welche später Königin von Großbritannien wurde, und Bernhard hervor. Nach kurzer schwerer Krankheit starb Georg I. am 24. Dezember 1803 im Alter von nur 42 Jahren.
Die Ausstellung zu seinen Ehren ist seit dem 19. Oktober 2011 bis zum 17. Juni 2012 unter dem Titel „Georg I. von Sachsen-Meiningen - ein kurzes Leben zwischen Utopie, Experiment und Realität“ in den Meininger Museen zu sehen.
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