Wartburg (sj) - Die Burg ist so eng mit Luthers Namen verbunden, dass sie häufig und in Anlehnung an das bekannte Kirchenlied als „Lutherburg" bezeichnet wird.
Die Stube in der Burgvogtei darf als Geburtsstätte der Lutherbibel und unserer modernen Sprache gelten. Die von Luther handschriftlich kommentierte Vollbibel, Gegenstände aus seinem Besitz sowie Bildnisse von ihm und seiner Frau, seinen Eltern und Zeitgenossen von Lucas Cranach d. Ä. halten die Erinnerung an den weltberühmten Burg-Bewohner wach. Auch die Sonderausstellung „Luthers Bilderbiografie“ in dem einstigen Reformationszimmer der Wartburg dienen diesem Zweck. Die hochinteressante und künstlerisch wertvolle Exposition ist zu sehen seit dem 4. Mai 2012 bis zum 31. März 2013. Den Saal neben der Lutherstube hatte Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach nach 1872 als „trauliche Wohngemächer“ herrichten und mit Leinwandbildern ausstatten lassen. „Vier Meister der Weimarer Kunstschule haben sich die Aufgabe geteilt, das Leben des größten Gastes, den die Wartburg je beherbergte, in Bildern dem Beschauer vorzuführen.“, ist im Katalog zu lesen. So entstand eine aus 18 Gemälden bestehende, chronologisch angeordnete Bilderbiografie Luthers. Die Maler sind der Deutsche Paul Thumann sowie die Belgier Ferdinand Pauwels, Willem Linnig d. J. und Alexandre Struys. Der Zerstörung historisierender Ausstattungen des 19. Jahrhunderts fielen auch die drei Zimmer nach 1952 zum Opfer. Die imposanten Gemälde selbst blieben zum Glück erhalten und werden in dieser Ausstellung erstmals in ihrer Gesamtheit der Öffentlichkeit präsentiert. Sie ist im Rahmen des Führungs- und Museumsrundganges zu besichtigen. Geöffnet ist von April bis Oktober täglich von 8.30 – 20.00 Uhr (letzte Führung beginnt 17.00 Uhr) und von November bis März täglich von 9.00 – 17.00 Uhr (letzte Führung ab 15.30 Uhr). Eintrittspreise (Führung): Erwachsene - 9,00 Euro, Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Gruppen ab 25 Personen und Schwerbeschädigte; Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.
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