Neues Gesicht in der Schwangerschaftsberatung

Entscheidung auf Leben und Tod

Arnstadt (ke) - Bereits seit dem  1. April leitet Sabine Raab die Schwangerschafts-Konfliktberatungsstelle des Arnstädter Marienstifts. Genau zwei Monate später wurde sie mit einer Andacht in der Kapelle der Orthopädischen Klinik in ihr Amt eingeführt.

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Pfarrer Andreas Müller hieß Sabine Raab im Marienstift willkommen. 

© Foto: Kerstin Engelmann

„Man merkt, was wir hier haben“, betonte Pfarrer Andreas Müller. Eine solche gemeinsame Andacht zum Beginn, aber auch zum Ende eines Dienstverhältnisses, gehöre im Marienstift einfach dazu. Dieses besondere Arbeitsklima war es auch, das die Saalfelderin nach Arnstadt zog. 14 Jahre lang hatte sie in der Rudolstädter Beratungsstelle schon Schwangere in schwierigen Situationen zur Seite gestanden. Als diese dann geschlossen wurde, stand für sie fest, dass es wieder eine diakonische Einrichtung sein sollte. „Hier wird die Arbeit durch den Arbeitgeber mitgetragen und den Mitarbeitern eine große Wertschätzung entgegengebracht“, begründet Sabine Raab ihre Entscheidung für das Marienstift. Für sie sei der christliche Auftrag auch Ansporn für ihre Tätigkeit.
Und wie verantwortungsvoll die Arbeit in der Schwangerschafts-Konfliktberatungsstelle ist, hob der Pfarrer des Marienstifts hervor: „In Ihrer Arbeit geht es immer um Leben und Tod.“ Daher sei diese Beratungstätigkeit für ihn genauso  wichtig, entscheidend und ernst wie die Arbeit im Operationssaal. „Hier getroffene Entscheidungen sind gültig.“
Man sei froh über die große Erfahrung, die die Nachfolgerin von Renate Spilling mitbringt, so Müller. Uns so hat sie sich in den vergangenen Wochen auch bereits gut eingearbeitet. In Arnstadt und der Außenstelle Ilmenau kümmern sich insgesamt vier Beraterinnen um die Belange der Schwangeren. Und allein in Arnstadt wurde in den vergangenen fünf Monaten das Beratungsangebot rund 500 Mal beansprucht. „Der Bedarf ist riesig“, bestätigt Sabine Raab. Besonders positiv fiel der Saalfelderin das gute Netzwerk im Ilm-Kreis auf: „Hier herrscht kein Konkurrenzdenken zwischen den Beratungsstellen. Alle arbeiten zusammen.“ Und so wünscht sie sich, dass Frauen das Beratungsangebot möglichst frühzeitig in Anspruch nehmen. „Wir können auch finanzielle Hilfen und Unterstützung vermitteln.“
Nur wenige Tage später begrüßte das Team des Arnstädter Marienstifts eine weitere Mitarbeiterin ganz offiziell. Andrea Drewlo wurde am 6. Juni in ihr Amt als Leiterin der Wohnheime für behinderte Menschen im Marienstift eingeführt.

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