Arnstadt (ke) - Mit 56,7 Prozent setzte sich der unabhängige Kandidat Alexander Dill in der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters in Arnstadt gegen seinen Mitbewerber Knut Vettrich (CDU) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,1 Prozent.
Ausgelassene Stimmung und Wunderkerzen auf der Wahlparty des unabhängigen Kandidaten Alexander Dill.
© Foto: Kerstin EngelmannEr selbst habe das immer für möglich gehalten, äußert sich Dill als das Ergebnis feststeht und ergänzt: „So ein deutliches Ergebnis hatte ich allerdings nicht erwartet. Aber es fühlt sich richtig an.“
Er habe sich im Wahlkampf auf seine „bunte Truppe“ von Helfern verlassen und sich in so mancher Beziehung beraten lassen. Nicht bei der Wahl der dominierenden Farbe Orange im Wahlkampf oder bei der Plakatgestaltung sei er damit gut gefahren, so der selbständige Landschaftsarchitekt. „Ich bin nicht beratungsresistent“, betont er und das wolle er auch zukünftig beibehalten. In den Wochen bis zum Amtsantritt möchte er seine freiberuflichen Projekte noch zum Abschluss bringen, aber auch die Zeit nutzen, um im Vorfeld bereits die eigenen Ziele zu strukturieren und einen Plan für die eigene Arbeit aufzustellen.
Sein erster Weg im Bürgermeisteramt werde ihn zu den Verwaltungsmitarbeitern führen, so Dill. „Ich möchte wissen, wo es klemmt, wo der Schuh drückt.“ In der zukünftigen Zusammenarbeit mit dem Stadtrat gälte es „gemeinsame Schnittmengen zu finden“ und einen „Interessenausgleich anzustreben“. Sehr gut könne er sich eine Zusammenarbeit mit Ulrich Böttcher, dem 1. Beigeordneten der Stadt Arnstadt, vorstellen. Aber eines stehe für den Neuen auf dem Bürgermeisterposten definitiv fest: „Ich werde unabhängig bleiben. Dafür haben mich die Bürgerinnen und Bürger gewählt. Die Bevölkerung ist nicht politikverdrossen, sie will eine andere Politik. Die Bürger wollen mehr Beteiligung.“
Noch keine Kommentare vorhanden