Stadtilms Bürgermeister aus dem Dienst verabschiedet

Nicht zum alten Eisen oder ins Museum

Stadtilm (ke) - Es war eine sehr emotionale Stunde, in der Joachim Günsel an seinem letzten Arbeitstag nach über 19 Jahren aus dem Bürgermeisteramt verabschiedet wurde.

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Joachim Günsel möchte sich auch weiterhin für Stadtilm engagieren

© Foto: Kerstin Engelmann

Vertreter des Stadtrates waren ebenso in den Rathaussaal gekommen, wie Vertreter des Wasser-/Abwasserzweckverbandes Arnstadt und Umgebung oder des Städte- und Gemeindebundes Thüringen, in denen er sich jahrelang engagierte. Und auch die Kreis-SPD ließ es sich nicht nehmen, ihm für seine Arbeit zu danken und alles Gute für die Zukunft zu wünschen.

Stadtrat Thomas Morneweg gab einen Überblick über all das, was gemeinsam mit dem Bürgermeister in fast 20 Jahren für Stadtilm erreicht wurde. Er stellte fest, dass das „Urgestein“ Joachim Günsel nach dieser langen Amtszeit zwar fast das achte Weltwunder von Stadtilm sein könne, aber weder zum alten Eisen noch in ein Museum gehöre.

Joachim Günsel indes wird noch ein paar Tage benötigen, sich in der neuen Rolle zurechtzufinden. „Auch wenn ich bereits seit dem 22. April wusste, dass ich nicht mehr Bürgermeister sein werde, werde ich das wohl erst in den kommenden Tagen richtig realisieren“, so das ehemalige Stadtoberhaupt. Aber er werde sich weiter für Stadtilm engagieren. So zum Beispiel in der „Stiftung Stadtilm“, einer Privatinitiative die sich gerade darum bemüht, finanzielle Mittel für den Umbau der Straße der Einheit 3 einzuwerben. Dort soll im historischen Quartier altengerechtes Wohnen ermöglicht werden. An solchem Wohnraum mangele es in Stadtilm und die demografische Entwicklung rufe immer lauter danach. Allein die 25.000 Euro Startkapital der Stiftung reichen für eine solche Investition nicht aus. So heißt es Klinkenputzen und Fördermöglichkeiten prüfen. Genug zu tun für einen Bürgermeister im Unruhestand.

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