Alter und neuer Bürgermeister zu Besuch

Schnellerer Durchlauf bei N3

Arnstadt (ke) – Für Hans-Christian Köllmer war es der 600. Betriebsbesuch in 15 Amtsjahren und gleichzeitig auch sein letzter. Für seinen Nachfolger Alexander Dill bot der Besuch bei N3 am 30. Mai einen ersten Einblick in die Triebwerkwartung am Erfurter Kreuz.

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N3-Geschäftsführer Torsten Kohrs (Mitte) führte Hans-Christian Köllmer (re.) und Nachfolger Alexander Dill (li.) durch die Werkshalle.

© Foto: Kerstin Engelmann

Seit fünf Jahren setzt N3 in Arnstadt Flugzeugtriebwerke für verschiedene Airbusmodelle instand. Dieses kleine Jubiläum wurde erst vor wenigen Wochen gefeiert. In den vergangenen fünf Jahren hat sich am Standort einiges getan. Die Durchlaufzeit, die ein Triebwerk zur Wartung und Instandsetzung in der Halle verbringt, hat sich von durchschnittlich 130 auf rund 65 Tage verkürzt. Davon konnte Geschäftsführer Torsten Kohrs berichten. In diesem Jahr möchte N3 erstmals über 100 Triebwerke innerhalb eines Jahres warten. Und damit sei man noch lange nicht an der Kapazitätsgrenze angelangt, so Kohrs, in zwei bis drei Jahren könnten es 200 sein. Zu verdanken habe das Unternehmen diesen Fortschritt vor allem der immer effizienter werdenden Arbeit der insgesamt 500 Mitarbeiter. Und auch der Nachwuchs wird vom Unternehmen selbst ausgebildet. 28 Azubis lernen hier zurzeit den Beruf des Fluggerätemechanikers, im neuen Ausbildungsjahr sollen 12 weitere dazu kommen.
Jedes Triebwerk dreht während der Instandsetzung eine komplette Runde durch die riesige Werkshalle. Hier wird es inspiziert, sein Zustand festgestellt, gereinigt und in seine Einzelteile zerlegt. Und das sind pro Triebwerk immerhin 20.000. Der Prüfstand, in dem nach erfolgreicher Inspektion und Montage der Testlauf unter Volllast erfolgt, sei einer der größten und umweltfreundlichsten, so Kohrs. Kaum ein Geräusch dringt aus dem markanten Turm am Werksgebäude. „Selbst die Mitarbeiter hören von dem enormen Lärm so gut wie nichts, wenn die Jalousie des Prüfstandes geschlossen ist“, erläutert der Geschäftsführer.
Die größten in Arnstadt gewarteten Antriebe heißen Trent 900, haben einen Durchmesser von drei Metern und bringen den Airbus A380 in die Luft. „Sechs Passagiersitze würden in so ein Triebwerk passen“, versucht Kohrs die Dimensionen greifbar zu machen.

Angeliefert werden die Triebwerke nach wie vor auf Lastkraftwagen, obwohl ein Gleis bis aufs Werksgelände führt. Aber der Transport mit der Bahn sei noch zu unflexibel.
Während Hans-Christian Köllmer die Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren begleitete, fällt diese Aufgabe nun seinem Nachfolger Alexander Dill zu.

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