Heiligenstadt (Eichsfeld-Klinikum/ts) - Schmerzen müssen nicht passiv ertragen werden. Vielmehr kann man aktiv mit ihnen umgehen, meint der Chefarzt der Anästhesie, Intensiv- und Schmerztherapie am Eichsfeld Klinikum, Dr. med. Karl Kirchner. Eigens für die Schmerztherapie wurden deshalb Krankenschwestern speziell geschult.
Zur algesiologischen Fachassistenz, einer speziellen Weiterbildung in der Schmerztherapie, haben sich Ursula Pingel und Barbara Koch vom Eichsfeld Klinikum qualifiziert. Der zertifizierte Fernlehrgang am Klinikum Nürnberg dauerte 10 Wochen.
Die Aufgabe der sogenannten Pain-Nurses („Schmerzschwestern") ist die individuelle Betreuung der Patienten nach der Operation sowie die Beobachtung und Beratung über Methoden der Schmerzlinderung. Regelmäßig werden Schmerzstärke, Katheter, Haupt- bzw. Nebenwirkungen der Medikation sowie der Verlauf dokumentiert.
Dazu erklärt Dr. med. Karl Kirchner, Chefarzt der Anästhesie, Intensiv- und Schmerztherapie: „Der zusätzliche Einsatz dieser speziellen Schmerzschwestern und damit die Ausweitung der Akutschmerzbeobachtung dient der verbesserten Rekonvaleszenz sowie einer gesteigerten Zufriedenheit der Patienten, ganz im Sinne der Ausrichtung des Eichsfeld Klinikums in Bezug auf eine optimale Schmerzbehandlung." Sein Ziel ist, der Angst des Patienten vor einem chirurgischen Eingriff, etwa wegen zu erwartender Schmerzen nach der Operation, aktiv zu begegnen. Postoperative Schmerzen sind heutzutage durchaus nicht mehr als notwendiges Übel zu betrachten, so die Überzeugung des Chefarztes.
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