Meininger Innenstadt verwandelte sich in eine Open-Air-Ausstellung

20 Jahre Altstadtsanierung

Meiningen (tk) - Im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung blickte die Stadt Meiningen jüngst auf 20 Jahre Altstadtsanierung zurück. Nachdem die Meininger zunächst zu einem kurzweiligen Programm in den Innenhof von Schloss Elisabethenburg geladen worden waren, verlagerten sich die Feierlichkeiten mit dem Einbruch der Dunkelheit schließlich in die gesamte Innenstadt.

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Die jungen Musiker der Max-Reger-Musikschule verliehen der Jubiläumsveranstaltung den musikalischen Rahmen.

© Foto: Tina Kwiatkowski

Fast bis auf den letzten Platz gefüllt präsentierte sich der atmosphärische Schlosshof, als die Max-Reger-Musikschule den Abend gegen 19.00 Uhr feierlich eröffnete. Begleitet vom Streichorchester der Musikschule, Gitarrenmelodien und perkussiven Klängen gaben drei talentierte Sängerinnen einige der größten Hits der legendären „Beatles“ zum Besten. Nachdem sie ihre Zuhörer mit Klassikern wie „Yesterday“ und „Let it be“ begeistert hatten, übergaben sie die Bühne an Bürgermeister Reinhard Kupietz. 

In einer festlichen Ansprache, die eigentlich gar keine hatte werden sollen, blickte das Stadtoberhaupt am Samstag auf 20 Jahre Altstadtsanierung zurück. Es sei „eine wahre Mammutaufgabe“ gewesen, die nach der Wende auf die Stadt gewartet habe. Ein jahrzehntelanger Sanierungsstau habe aufgeholt, neuer und attraktiver Wohnraum geschaffen und die Lebensqualität der Bürger gesichert werden müssen. Daher habe man die Meininger Altstadt damals zum Sanierungsgebiet erklärt. Von den seither realisierten Projekten sprach Kupietz in erster Linie größere Maßnahmen wie die Sanierung des alten Stadtbades, die Restaurierung der jetzigen Volkshochschule sowie die umfangreichen Umbauarbeiten im Großen Palais an. In diesem Zusammenhang verwies er zudem auf die immense Bedeutung der Städtebauförderung und bezeichnete diese als „unverzichtbares Werkzeug bei der Stadtsanierung“. Allein in die Sanierung der Meininger Innenstadt seien seinen Angaben zufolge in den letzten 20 Jahren mehr als 50 Millionen Euro investiert worden.

Nach einer weiteren Festansprache durch Winfried Petter, der in der städtischen Verwaltung die Abteilung Stadtplanung im Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung leitet, begeisterte das Kinder- und Jugendtheater „TOHUWABOHU“ die anwesenden Gäste mit dem Stück „Schillerinnen“, welches „einen weiblichen Blick“ auf den Dichter und sein Werk eröffnete. Im Anschluss daran verwandelte sich das gesamte Innenstadtgebiet dann in eine große Open-Air-Ausstellung. Vom Schlossplatz aus konnte man sich auf verschiedene thematische Führungen zu sanierten Objekten des Meininger Stadtzentrums begeben. Viele dieser Gebäude wurden mit Scheinwerfern angestrahlt oder waren sogar für die Besucher geöffnet und wurden von Musikern der Max-Reger-Schule bespielt. Darüber hinaus waren an zahlreichen Häuserfassaden und Schaufenstern Fotografien mit historischen Gebäudeansichten zu bewundern.

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© Tina Kwiatkowski

Ihr spektakuläres Finale erfuhr die Jubiläumsveranstaltung dann zu späterer Stunde durch die „Feuervögel“ des Theater „Titanick“ auf dem städtischen Marktplatz, das noch einmal hunderte Besucher in die Innenstadt gelockt und fasziniert hatte.

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