Peter Hoffmann zum Hauptgeschäftsführer gewählt

Weichen für die Zukunft gestellt

Schmalkalden/Meiningen (em/fh) - Mit einem einstimmigen Votum stimmten die Mitglieder der 45. Vollversammlung der Handwerkskammer Südthüringen den Beschlussvorlagen des Vorstandes zu. Die Beschlüsse bezogen sich auf die Annahme der Jahresrechnung 2011, eine Änderung des Gebührenverzeichnisses zur HWK Gebührenordnung und eine Änderung der Satzung.

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In seinem Bericht an die Vollversammlung ging Präsident Helmut Adamy auf die aktuell-politischen Rahmenbedingungen für das Handwerk, die Wirtschaftslage des Südthüringer Handwerks und auf Arbeitsschwerpunkte der Vorstandsarbeit näher ein.

© Foto: privat

Den Bericht des Vorstandes erstattete Präsident Helmut Adamy. Er sprach zu aktuellen politischen Rahmenbedingungen für das Handwerk, zur Wirtschaftslage des Südthüringer Handwerks und zu Arbeitsschwerpunkten und Ergebnissen der Vorstandsarbeit. In der Krise habe sich das Handwerk als Seismograph der Gesellschaft erwiesen, weil es mit seinen Unternehmen, deren Größe und Struktur, seinen Mitarbeitern und deren sozialer Verwurzelung in der Gesellschaft verankert und unmittelbar von den Menschen zu spüren sei. „Wir als Handwerk sind nicht nur mittendrin, nein, wir sind das Herz, das Zentrum des deutschen Mittelstandes“, betonte er. Deshalb trug das Handwerk als Wirtschaftsmacht von nebenan entscheidend zur Erholung der gesamten deutschen Wirtschaft nach der Krise 2009/10 bei. Zur Beurteilung der Wirtschaftslage des Südthüringer Handwerks verwies der Präsident auf die Ergebnisse der Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2012. Ein Schwerpunkt der Vorstandsarbeit bestand in den letzten Monaten in der Einbindung der Innungen und Kreishandwerkerschaften in einen sachlichen Dialog und in der weiteren Zusammenarbeit mit den Fachverbänden. „Wenn man sich im Handwerk gegenseitig ernst nimmt, dann funktioniert auch die Zusammenarbeit zwischen Kammern und Verbänden“, sagte er. Schulnetzplanung und Entwicklung des Berufsschulnetzes sowie Fachkräftesicherung durch Berufsorientierung als Regelleistung an den Thüringer Schulen nannte er als weitere Schwerpunktthemen der Vorstandsarbeit. Als zentrale Aufgabenstellung bezeichnete er die wirtschaftliche Ausrichtung des BTZ Rohr-Kloster für die Zukunft. Er führte aus, dass die neuen Führungsstrukturen mit Einbindung in den kaufmännischen Geschäftsbereich und die Einordnung des BTZ Rohr-Kloster in den Geschäftsbereich Bildung umgesetzt wurden. Die Prozesse seien transparenter und Verantwortlichkeiten definiert und zugeordnet worden.

Durch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von nur 6,4 Prozent kamen und kommen gravierende Veränderungen am geförderten Weiterbildungsmarkt auch auf das BTZ Rohr- Kloster zu. Nicht nur die Zahl von Bildungsgutscheinen und vergebenen Bildungsmaßnahmen ging deutlich zurück, sondern auch die Anzahl der Maßnahmeteilnehmer. Dadurch ging der Umsatz im BTZ in den letzten beiden Jahren um rund 20 Prozent zurück. Nunmehr stehen Vorstand und Geschäftsführung vor der Herausforderung, die BTZ – Leistungsfelder durch Strukturentscheidungen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu auszurichten.

Im Anschluss daran stand die Wahl des Nachfolgers im Amt des Hauptgeschäftsführers ab 1. Januar 2013 auf der Tagesordnung. Präsident Helmut Adamy begründete den Wahlvorschlag des Vorstandes, der im Ergebnis eines öffentlichen Bewerbungsverfahrens und durchgeführter persönlicher Vorstellungsgespräche, Rechtsanwalt Peter Hoffmann aus Breitenworbis nominiert hatte. Peter Hoffmann hatte die Gelegenheit, sich selbst vorzustellen und musste eine ganze Reihe zusätzlicher Fragen der Vollversammlungsmitglieder beantworten. Im Wahlvorgang selbst erhielt er die Stimmen aller Vollversammlungsmitglieder. Peter Hoffmann wird nach einer Einarbeitung, ab 1. Januar 2013 die Amtsgeschäfte als Hauptgeschäftsführer der HWK Südthüringen übernehmen.

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