In „Tiberanda“ leben und arbeiten in dieser Woche 93 kleine Bürger

Hinter den Toren der Kinderstadt

Meiningen (tk) - Vor zwei Tagen wurden auf dem historischen Töpfemarkt im Herzen der Stadt Meiningen die symbolischen Grundsteine für die Kinderstadt „Tiberanda“ gelegt. Inzwischen hat sich die Stadt in der Stadt zu einer erstaunlich gut funktionierenden Gemeinschaft entwickelt. Emsig bereiten die kleinen Bewohner nun das große Kinderstadt-Fest vor, das am 20. August 2011 hinter den Toren Tiberandas stattfinden soll.

Bild anzeigen

Gemeinsam mit Diplom-Sozialpädagogin Maja Roth (2. v. l.) lassen die Kinder für das große Kinderstadt-Fest am Samstag Köstlichkeiten wie Marmeladen, Aufstriche und Öle entstehen.

© Foto: Tina Kwiatkowski

Etwa 90 Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren, die allesamt aus der Region stammen, dürfen sich seit drei Tagen als „Tiberianer“, also offizielle Bürger der Kinderstadt „Tiberanda“ bezeichnen. Jedes der Kinder trägt einen eigenen Bürgerausweis, um seine Zugehörigkeit zu der besonderen Stadt zu demonstrieren. Zusammen mit den circa 30 Betreuern, die den Kindern in dieser Woche mit Rat und Tat zur Seite stehen, beherbergt Tiberanda rund 120 Einwohner.

Der tiberianische Tagesablauf ist dem alltäglichen Leben einer realen Stadt sehr ähnlich. Nachdem die Kinderstadt morgens gegen 9.00 Uhr erwacht ist, gehen die kleinen Bürger zur Arbeit - denn in Tiberanda haben die Kinder in dieser Woche die einmalige Gelegenheit, noch weit vor ihrem Schulabschluss einen tollen Beruf zu erlernen. Zur Auswahl stehen neben traditionellen Professionen wie Handwerker, Schmied und Koch auch künstlerische Berufe wie Schauspieler, Musiker oder Artist. Jeden der insgesamt acht verschiedenen Berufe erlernen die Kinder unter der fachkundigen Anleitung eines erwachsenen Profis. Nach einem gemeinsamen Mittagessen warten am Nachmittag zahlreiche unterhaltsame und lehrreiche Workshops auf die Kinder, bei denen sie sich künstlerisch, sportlich oder spielerisch betätigen können. Gegen 16.00 Uhr wird der Tag dann jeweils mit einer großen Volksversammlung beendet, an der natürlich alle Tiberianer teilnehmen.

Wer sich selbst einmal ein Bild von dem bunten Treiben hinter den Toren Tiberandas machen möchte, kann dies täglich in der Zeit von 9.00 bis 16.00 Uhr tun. Allerdings müssen Besucher der Kinderstadt zuvor ein Visum im städtischen Bürgerbüro beantragen. Auch Stadtführungen durch Tiberanda sind möglich.

Hinter der Kinderstadt steht der Meininger Verein „Projekte M e.V.“. Gemeinsam mit vielen fleißigen Helfern und Förderern haben dessen Mitglieder dieses große Projekt für die Kleinen geplant, organisiert und in die Tat umgesetzt. Mit Tiberanda sollen die Meininger Kinder die Möglichkeit bekommen, sich selbst zu entfalten, ihre Potentiale zu nutzen und das öffentliche Leben der Stadt Meiningen aktiv mitzugestalten.

Zurück zum Artikel HIER!

© Tina Kwiatkowski

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile