Handwerkskammer will mit neuem Projekt Fachkräfte in der Region sichern

„Zukunft Nachqualifizierung Südthüringen“

Schmalkalden/Meiningen (fh) – Die Botschaft der Auftaktveranstaltung - Berufsabschluss mit Nachqualifizierung im BTZ Rohr-Kloster lautete, dass den neuen Bundesländern, Thüringen, aber auch Südthüringen immer mehr Fachkräfte fehlen. Bis ins Jahr 2020 wohl knapp 200.000 Fachkräfte.

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Projektleiterin Marion Kranz ( 2.v.li.) im Gespräch mit Netzwerkspartnern im Rahmen der Veranstaltung „Zukunft Nachqualifizierung Südthüringen“ im BTZ Rohr-Kloster.  

© Foto: privat

Aus eigener Kraft und mit den herkömmlichen Bildungswegen wohl eher nicht zu stemmen. Sich dieser Entwicklung zu ergeben, gehe nicht, lautete der einhellige Tenor bei den teilnehmenden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Die Zeit sei reif, alle bisher ungenutzten Reserven des Arbeitsmarktes zu erschließen und auszuschöpfen. Ein Instrument dazu, soll das im Ergebnis der Veranstaltung ins Leben gerufene Projekt „Zukunft Nachqualifizierung Südthüringen“ werden, begründete Projektleiterin Marion Kranz vom BTZ Rohr-Kloster. Sie nimmt ihren Optimismus aus den Ergebnissen und Erfahrungen des nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossenen Bundesprojektes "Perspektive Berufsabschluss", in dem es um die Sicherung des Fachkräftebedarfes aus bisher ungenutzten Ressourcen und Reserven ging. An dieses Projekt soll die neue Maßnahme anschließen.

Als Fachkräftereserve kommen danach beschäftigte Arbeitnehmer in Unternehmen mit nicht mehr verwertbarer Qualifizierung oder ohne Berufsabschluss und Arbeitssuchende ohne Berufsabschluss oder mit einem nicht mehr verwertbaren Abschluss in Frage. Die Projektleiterin ordnete die neue Maßnahme in die breit angelegte Initiative „Thüringen braucht Dich!“ unter Federführung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie ein. Der Übergang von Schule in Ausbildung soll weiter qualifiziert werden, um die Abbrecherquote zu senken. Demselben Ziel dient der Einsatz so genannter „Mentoren“, die Hauptschüler bis zum staatlich anerkannten Berufsabschluss begleiten werden.

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