Meiningen (tk) - Unter dem Decknamen Thomas Kuban schleuste sich ein deutscher Reporter jahrelang undercover in die rechte Szene ein, um mit versteckter Kamera Filmaufnahmen von Neonazi-Konzerten machen zu können. Aus dem gesammelten Material entstand der Dokumentarfilm „Blut muss fließen“. Am kommenden Dienstag, den 12. Juni 2012 ist der Film ab 19.30 Uhr in der Volkshochschule Meiningen zu sehen.
Unter der Regie von Peter Ohlendorf gibt die Dokumentation erstmalig Einblicke in eine Szene, in die sich für gewöhnlich kaum ein Außenstehender hineinwagt, die gleichzeitig aber auch eine ungeheure Anziehungskraft insbesondere gegenüber Jugendlichen zu entwickeln vermag. Im Zuge seiner mehrjährigen Recherchearbeit nahm Reporter Thomas Kuban an mehr als 40 Neonazi-Konzerten im In- und Ausland teil. Dabei begegnete ihm immer wieder ein brutales „Blutlied“, dessen Textzeile „Blut muss fließen, knüppelhageldick - wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik“ ihm später als Titel für seinen Dokumentarfilm diente.
Dieser wird in der kommenden Woche in fünf Thüringer Städten zu sehen sein. Als Veranstalter der Filmtour treten die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, die Mobile Beratung in Thüringen (Mobit), die Mobile Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt „ezra“ sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung auf. In Meiningen wird der Film in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz präsentiert.
Im Anschluss an die Filmvorführungen stehen Regisseur Peter Ohlendorf sowie ein Vertreter von Mobit für Gespräche zur Verfügung.
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