Holzminden (ozv) - Die Sehnsucht nach körperlicher Zuwendung, Zärtlichkeit und Sexualität ist in jeder Lebensphase von Bedeutung – auch im Alter und bei Krankheit.
(v.l.) Kirsten Benthack (pro familia Holzminden), Silvia Kieven (Seniorenservicebüro), Silke Wendland (pro familia Landesverband).
© Foto: privatAlleinstehende ältere Menschen, die zum Teil auf Pflege- und Betreuungsdienste angewiesen sind, leben häufig zurückgezogen und haben in der Regel kaum die Möglichkeit, diese Bedürfnisse zu verwirklichen. Nicht selten stellen ehrenamtliche Besuchsdienste den einzigen regelmäßigen sozialen Kontakt für sie dar.
Aus diesem Grund werden Ehrenamtliche bei ihren Besuchen immer wieder auch mit Wünschen nach emotionaler und körperlicher Nähe konfrontiert. Das kann zu schwierigen, manchmal grenzüberschreitenden Situationen und Missverständnissen führen, die den Umgang miteinander nachhaltig stören können.
Auf Einladung von Silvia Kieven, Seniorenservicebüros Landkreis Holzminden, nahmen zahlreiche engagierte Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleiter an einem spannenden und interessanten Fortbildungsnachmittag teil. Ziel war es gemeinsam über das Thema ins Gespräch zu kommen und angemessene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die beiden Referentinnen Silke Wendland, pro familia Landesverband Nds. e.V. und Kirsten Bethack, pro familia Beratungsstelle Holzminden, verstanden es die Teilnehmenden aktiv in das Thema mit einzubinden.
In einem amüsanten Spiel wurde zum Beispiel das „rote Sofa“ von allen Anwesenden beherzt angenommen und rasch fanden die "Leidenschaft" oder die "Liebe" passende Paare.
Der Fortbildungsnachmittag hat alle Anwesenden für wichtige Problembereiche sensibilisiert und neue Sichtweisen aufgezeigt.
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