Spendendose für Kriegsgräber in diesem Jahr digital

In schwierigen Zeiten die Trauer nicht vergessen

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V. l.: Jürgen Daul (Bürgermeister Stadt Holzminden), Michael Schünemann (Landrat Landkreis Holzminden), Angela Schürzeberg (Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Oberstleutnant Gunter Flach (Oberkommandeur Kaserne Holzminden, Panzerbataillon 1) spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

© Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden

Holzminden (ozm) - Es ist eine wichtige und gute Tradition im November, am Volkstrauertag mit Feierlichkeiten und Kranzniederlegungen den in Kriegen gefallenen Toten zu gedenken. Und auch die Haus- und Straßensammlungen, meist von mit Spendendosen bewaffneten freiwilligen Soldaten durchgeführt, gehört zum altbewährten Bild. Coronabedingt jedoch wird beides in diesem Jahr nicht so stattfinden können wie sonst. Doch in schwierigen Zeiten sollte die Trauer nicht zu kurz kommen, darin sind sich alle Organisatoren einig.

Der Landesverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräbervorsorge hat zusammen mit seinem Landesvorsitzenden Kultusminister Grant Henrik Tonne Gedenkfeiern nur in kleinem Kreis empfohlen. Dieser Empfehlung schließen sich auch die amtierende Volksbund-Kreisvorsitzende Angela Schürzeberg, Landrat Michael Schünemann, der Oberkommandierende des Panzerbataillons 1, Oberstleutnant Gunther Flach, und Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul an. Auch im Kreis Holzminden solle nicht komplett auf die Erinnerung an die Kriegstoten verzichtet werden, waren sich die vier anlässlich eines Fototermins auf dem Holzmindener Marktplatz einig. Doch die Feierlichkeiten sollten in ganz kleinen Rahmen stattfinden und möglichst nur aus kurzen Kranzniederlegungen bestehen. Jeder Einwohner hat natürlich trotzdem die Möglichkeit, zum Volkstrauertag am 15. November in seinem Wohnort an dem betreffenden Ehrenmal vorbeizugehen und den Opfern der Kriege zu gedenken.
Und weil der Schutz der Gesundheit auch beim Spenden allerhöchste Priorität haben muss, fallen auch die Haus- und Straßensammlungen durch Prominente, Soldaten und andere Gruppen in diesem Jahr aus. Beim Fototermin auf dem Marktplatz kamen die Spendendosen dennoch zum Einsatz, allerdings nur symbolisch. Denn gespendet werden soll diesmal, so die Hoffnung der Organisatoren, nicht direkt, sondern digital. Schürzeberg, Schünemann, Flach und Daul appellierten an alle Bürger, sich auch in diesem Jahr mit Spenden zu engagieren, um damit die Pflege und den Erhalt von Kriegsgräber-Friedhöfen in ganz Europa zu gewährleisten.
Gespendet werden kann für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Hannover unter der Kontonummer DE 14 2505 0180 0000 3316 86 mit der BIC-Nummer SPKHDE2HXXX. Oder über folgenden Link https://www.volksbund.de/helfen/spendendose.html

Sollte es die Corona-Pandemie zulassen, soll die traditionelle Sammlung im Frühjahr 2021 nachgeholt werden.

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