Wichtige Arbeit der Naturparke unterstrichen

Neuhaus (ozm) - „Corona hat die wichtige Arbeit der Naturparke unterstrichen.“ Dieses Fazit hat Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies am Dienstag, 15. September 2020, gezogen, nachdem er sich auf der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Naturparke in Hannover über die vielschichtige Arbeit der Naturparke und erste Projekte mit Mitteln der Landesförderung informiert hatte.

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Materialausgabe an zwei Kommunen zur Markierung der Qualitätswanderregion (v.l.): Amelie Mehlig (Samtgemeinde Bodenwerder-Polle), Irina Hartig (SVR), Tore Straubhaar (Naturpark) und Claudia Filpe (Stadt Uslar).

© Foto: privat

Seit vergangenem Jahr fördert das Land Niedersachsen die 14 Niedersächsischen Naturparke jährlich mit jeweils 100.000 Euro. In dem zurückliegenden Förderzeitraum konnten bei vielen Naturparken bereits erste Projekte umgesetzt oder begonnen werden.
Auch der Naturpark Solling-Vogler hat von der Landesförderung enorm profitiert. Mit den vom Land zur Verfügung gestellten Mitteln wurde unter anderem im Frühjahr 2020 ein Pick-up als Dienstauto angeschafft, mit dem sich die Einsatzorte im Gelände besser und sicherer erreichen lassen. Eine Personalstelle zur Unterstützung der umfangreichen Verwaltungsarbeiten bei der Beantragung und Abrechnung verschiedener Projekte konnte besetzt sowie zwei Hilfskräfte für Tätigkeiten bei der Umsetzung des Projekts Qualitätswanderregion Solling-Vogler und für die Unterhaltung der naturtouristischen Infrastruktur beschäftigt werden. „Wie wichtig die Arbeit in den Naturparken landesweit ist, haben wir zuletzt erlebt: Die Corona-Krise hat die wichtige Arbeit unserer Naturparke unterstrichen. Wer nicht verreist ist oder verreisen konnte, hat sich eine schöne Zeit in den eigenen Gefilden gemacht“, so Minister Lies. Darum sollen die Naturparke auch künftig „ihren Beitrag für das Miteinander von Mensch und Natur leisten“ und werden bis 2024 entsprechend kontinuierlich gefördert.
Im Naturpark Solling-Vogler konnte und kann auch nach wie vor deutlich eine Steigerung der Vor-Ort-Erholung wahrgenommen werden. Viele Menschen sind in der Natur unterwegs und nutzen das breite Angebot an Wanderwegen, das im kommenden Jahr noch einmal verbessert wird, wenn die Zertifizierung der Region zur Qualitätswanderregion erfolgt ist, an der der Naturpark Solling-Vogler derzeit gemeinsam mit der Solling-Vogler-Region im Weserbergland arbeitet. Auch die 11 Lebensraumrouten des Naturparks, die in den letzten Monaten von dem neu eingestellten Personal überprüft wurden, bieten den Besuchern abwechslungsreiche und zugleich informative Naherholungsziele (weitere Infos zu den Lebensraumrouten gibt es unter https://www.naturpark-solling-vogler.de/index.php/lebensraeume.html). Wegen der Corona-Pandemie mussten bis vor wenigen Wochen leider viele Veranstaltungsangebote/Führungen ausfallen. Seitdem unter Berücksichtigung der Hygieneregeln und Abstandsvorschriften wieder Führungen und Exkursionen angeboten werden, ist die Nachfrage immens. Schnell sind die besonderen Angebote wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ausgebucht. „Insbesondere die Führungen im Hutewald Nienover sind sehr gefragt“ stellt der Geschäftsführer Kurt Hapke fest. Das Hutewaldprojekt und die daraus weiter entwickelten Weideprojekte sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Naturparks in Sachen Naturschutz und Landschaftspflege und bieten nicht nur naturtouristische Ausflugsmöglichkeiten. Um den Fortbestand dieser Projekte zu sichern und sie weiter zu entwickeln, werden aus Mitteln der Landesförderung auch Beratungstätigkeiten von Fachleuten finanziert, deren Fachwissen mit Blick auf Fördermöglichkeiten und Antragsstellungen von großem Wert ist.
„Für uns ist die Landesförderung ein großer Segen,“ führt Hapke weiter aus, „mit den zusätzlichen Mitteln können wir einen großen Mehrwert für unsere Region sichern und uns maßgeblich an einer stetigen Verbesserung der Lebensqualität beteiligen“. „Unser ausdrücklicher Dank geht auch an die südniedersächsischen Landtagsabgeordneten, die sich nachdrücklich für die Einrichtung der Landesförderung eingesetzt haben.“
Insgesamt machen die niedersächsischen Naturparke rund 23 Prozent der Landesfläche aus. Ihre Träger sind in Niedersachsen sehr unterschiedlich organisiert und werden dabei überwiegend durch die kommunale Ebene unterstützt. Viele Naturparke sind als Qualitätsnaturparke des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) anerkannt.
Die Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Niedersächsischen Naturparke kommen regelmäßig zusammen. Für Kurt Hapke, dem Geschäftsführer des Naturparks-Solling-Vogler war es das letzte Treffen in diesem Rahmen. Er wird Ende November in den Ruhestand gehen und nutzte die Sitzung, seine Nachfolgerin und derzeitige stellvertretende Geschäftsführerin Claudia Wolff vorzustellen, die sich auf die neue Herausforderung freut.

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