Mühlhausen (r. held) - Mit „Fehlervermeidung, Fehlermanagement“ hat sich die Thüringische Gesellschaft für Chirurgie (TGC) einen extrem sensiblen und kontroversen Schwerpunkt für ihren Jahreskongress, zu dem ca. 150 bis 200 Chirurgen am 18. und 19. Mai in Mühlhausen erwartet werden, gesetzt.
„Nur in wenigen Gebieten haben menschliche Fehler so gravierende Auswirkungen wie in der Medizin und speziell in der Chirurgie“, weiß Privatdozent Dr. Lutz-Dieter Schreiber, 1. Vorsitzender der Gesellschaft. Nur der offene und konstruktive Umgang mit geschehenen Fehlern sei ein Garant für die steigende Sicherheitskultur in den Kliniken. Das dichte Tagungsprogramm will in seinen Vorträgen u.a. die Fragen beantworten, wann genau von einem Behandlungsfehler zu sprechen ist, wie man im Kollegenkreis gegenseitig besser aus Fehlern lernt, wie man eigene und die Fehler der Kollegen richtig begutachtet und wie die Sicherstellung der Behandlungsqualität gewährleistet werden kann. Welche Fehlervermeidungsstrategien sind in der täglichen Praxis wirklich wirksam und welche Unterschiede gibt es an den einzelnen Kliniken? Was wird konkret getan und welche Rolle spielen Patientenverbände? In einem Round Table am Samstag kommen nochmals Redner aus verschiedenen Bereichen zu Wort. Dazu werden Mediziner aus Kliniken im gesamten Freistaat sowie angrenzenden Bundesländern ihre Erfahrungen einbringen und zur Diskussion stellen. Die Tagung findet im Puschkinhaus statt.
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