Gera (pt) - Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Juni 2012 wird für die Otto-Dix-Stadt Gera eine lang erwartete Verbesserung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Wirklichkeit. Der bisher nur aller vier Stunden verkehrende Regionalexpress Gera – Hof wird dann durch die Erfurter Bahn im Zwei-Stunden-Takt bedient.
Ramona Spinka und Michael Schramm betreuen die Kunden in der neuen Geraer Geschäftsstelle im Hauptbahnhof.
© Foto: Peter ThieleDie Bedeutung dieser Verbindung resultiert insbesondere daraus, dass in Hof optimale Anschlüsse in Richtung Regensburg, München und Nürnberg bestehen. Weitere fränkische Ziele wie Bayreuth und Bamberg sind ebenfalls über Hof erreichbar. Dabei ist die entstehende Verbindung zwischen Gera und Nürnberg genau so schnell wie jene mit dem ICE über Saalfeld, allerdings mit deutlich günstigeren Fahrpreisen.
Durch die Initiative des Freistaats Thüringen als Auftraggeber unddabei insbesondere der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen gelang es noch kurz vor Fahrplanwechsel in Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und dem Zweckverband ÖPNV Vogtland, dieses Angebot zu sichern. Durch die Erfurter Bahn wird die Betriebsaufnahme am 10. Juni 2012 technisch umgesetzt. Der Geraer Dezernent für Bau und Umwelt, Ramon Miller, kommentierte hierzu: „Aus diesem Angebot kann eine zukunftsträchtige und attraktive Verbindung zwischen den Metropolregionen Mitteldeutschland und Nürnberg entstehen. Voraussetzung dafür ist der infrastrukturelle Ausbau der Strecke zwischen Weida und Mehltheuer für eine weitere Verkürzung der Fahrzeiten sowie die Verknüpfung der Angebote Leipzig – Gera und Gera – Hof.“
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