Köstritzer Landespokal-Halbfinale

Vereinshöhepunkt des FC Union vor stattlicher Kulisse

Mühlhausen (mdk) – Später wird man sagen, dass dieser Mittwoch im April für den FC Union Mühlhausen sicher keine fußballerische Sternstunde war, aber für den Verein in der Außerdarstellung einiges gebracht hat. Das Halbfinale gegen den Drittligisten FC Carl Zeiss Jena ging mit 0:6 verloren, war aber kein Offenbarungseid.

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Betrieb im Mühlhäuser Strafraum nach einer Ecke für Jena. Hier war das Spiel schon gelaufen, denn es stand 2:0 für den Drittligisten.

© Foto: mix

Die Unioner versuchten mitzuspielen, gerieten aber schon in der 4. Minute durch einen geschickten Schlenzer von der rechten Strafraumecke durch Renè Eckardt in Rückstand. Danach machte Jena weiter das Spiel, wobei Sebastian Hähnge in der Angriffsvorbereitung sicher agierte. Union versuchte über den auf der linken Seite gut spielenden Frohn Akzente zu setzen. Leider blieb das nur Stückwerk – also Chancen waren kaum zu verzeichnen. Es dauerte trotzdem bis zur 27. Minute als Hähnge, wieder am rechten Strafraumeck, nicht angegriffen wurde und Kawczyinski im Tor keine Chance hatte. Die Gastgeber mühten sich redlich und fünf Minuten vor dem Pausentee setzte sich Rost am rechten Flügel durch aber Ibojan scheiterte knapp an Berbig. Bis zum Halbzeitpfiff des Schiedsrichtergespanns Torsten Jauch, Marco Schneider und Steffen Krech war nicht Zwingendes zu verzeichnen. Wie zu erwarten dominierten die Jenaer in der zweiten Halbzeit das Geschehen. In der 57. Minute verursachte Kawczinski einen Elfmeter und Hähnge verwandelte knallhart in die rechte Ecke. Eine Minute später war Pichinot zur Stelle und markierte das 4:0. Union kam zu einigen sporadischen Kontern, die aber leider nicht abgeschlossen werden konnten. Beste Möglichkeit war ein Schuss aus 16 Metern, den Schmidt links neben den Jenaer Pfosten setzte. Da hätte Berbig das Nachsehen gehabt. Das 5:0 und das 6:0 machten die klare Überlegenheit der Jenaer deutlich und den Einzug in das Finale gegen den ZFC Meuselwitz perfekt. Resümierend kann gesagt werden, dass die Vereinsmitglieder vom Präsidenten bis zu den helfenden Fans einen Fußballabend im Stadion An der Aue gestaltet haben, der Spaß gemacht hat und von der Organisation her keine Wünsche offen lies. Dafür sei allen Mitwirkenden gedankt. Im Nachgang dieses Halbfinales bleibt für beide Mannschaften zu wünschen, dass sie die Klasse halten. In Bielefeld hängen für Jena die Trauben sicher hoch, aber noch lebt die Hoffnung. Für den FC Union geht es nach Borsch und hier wäre ein Erfolg auf der emotionalen Woge eines Pokalhalbfinales für die nahe Zukunft sehr dienlich. Den Fans, die in der letzten Saison vielleicht nicht so oft den Weg ins Auestadion gefunden habe, sei ans Herz gelegt, dass auch ihre Unterstützung in den letzten Heimspielen gern angenommen wird. Hoffen wir also weiter, denn die Thüringenliga braucht Mühlhausen, zumal das 40-jährige Vereinsjubiläum im Juni vor der Tür steht.

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