Waldameisen derzeit auf Hochzeitsflug

Landesforstanstalt verweist auf ökologischer Nutzen der Krabbler

Erfurt (dr. sproßmann) - Waldwanderer und Naturfreunde kennen das Phänomen: Im April schwirren Millionen von geflügelten Ameisen durch den Wald und führen ihren Hochzeitsflug durch.

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Förster schützen Ameisenhügel: Die emsigen Tiere helfen forstliche Schadinsekten zu vertilgen.

© Foto: Andreas Knoll

Die Weibchen, die nach der Begattung als Königinnen bezeichnet werden, erhalten von den Männchen Millionen Samenzellen, die sie bis zu 20 Jahre lang in ihrer Samentasche aufbewahren können. Dieser Vorrat muss der Königin für ihr gesamtes Leben reichen. 1774 erstmals gesetzlich geschützt gehören hügelbauende Waldameisen zu den kleinsten und fleißigsten Helfern des Forstmannes. 13 hügelbauende Waldameisenarten gibt es in Deutschland. Rund eine Million Tiere, jedes kaum länger als 10 mm, beherbergt so ein Hügel. Und im Frühjahr beginnt das emsige Arbeitsprogramm: Nach dem Hochzeitsflug beginnt die Königin im Nest des Hügels sofort mit der Eiablage, bis zu 300 Stück am Tag. Während die Männchen jetzt sterben, durchstreifen Jägerinnen die Nestumgebung nach Beute und greifen alles an, was sich bewegt. Honigtausammlerinnen ziehen zu ihren Lauskolonien auf Fichte, Tanne und Buche und tragen den wertvollen Honigtau ins Nest zurück. Hier beginnt für den Förster der ökologische Nutzen: Waldameisen verbreiten Samen, vertilgen Schadinsekten, durchlüften den Boden, zersetzen faules Holz und sind zugleich selbst Nahrungsgrundlage für viele Waldtiere, etwa dem Specht. Integrierter Waldschutz nennt die naturnahe Forstwirtschaft diesen Nutzengewinn durch die kleinen Krabbler. Entsprechend fördert der Förster die Ansiedlung von Waldameisen, in dem er Waldränder ameisenfreundlich pflegt, Totholz im Wald belässt und aktiv die Ameisennester gegen den Angriff einiger Wildtiere durch eine Drahthaube schützt. Risikofaktor bleibt der unwissende Mensch: Ameisenhügel die mit Steinen

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