Arnstadt (ke) - Wenn am 4. Februar die 36. Auflage des Hochsprungs mit Musik stattfindet, wird vor allem im weiblichen Starterfeld ein wahrer Reigen an Medaillengewinnerinnen auflaufen. Dank des günstigeren Zeitpunkts des Meetings hatten die Organisatoren um Meetinggründer Hubertus Triebel in diesem Jahr die Qual der Wahl, welche Sportlerinnen und Sportler sie nach Arnstadt einladen.
Im wohl besten Frauen-Starterfeld in der langen Arnstädter Hochsprunggeschichte wird neben der aktuellen Weltmeisterin Anna Tschitscherowa aus Russland auch Olympiasiegerin Tia Hellebaut aus Belgien auf Höhenjagd gehen. Mit Antonietta Di Martino aus Italien ist auch die Dritte der WM 2011 in Arnstadt vertreten. Chaunté Howard Lowe (USA), Emma Green Tregaro (Schweden), Irina Gordejewa und Svetlana Shkolina (beide Russland) vervollständigen das hochkarätige Starterfeld. Fast, denn eine Weltklassespringerin fehlt noch: Ariane Friedrich wird am 4. Februar in Arnstadt nach über einjähriger Verletzungspause ihr Comeback in einer deutschen Halle feiern. Gespannt erwartet Hubertus Triebel, wie sich die gebürtige Thüringerin an diesem Wochenende bei ihrem ersten Wettkampf in Hustopece (Tschechien) präsentiert.
„Wir haben alle Medaillengewinnerinnen der Olympischen Spiele 2008, der Weltmeisterschaften 2009 und 2011 sowie der Europameisterschaften von 2010 am Start", konnte Triebel zur letzten Pressekonferenz vor dem Meeting noch stolz verkünden. Allerdings wusste er da noch nicht, dass nur einen Tag später die Kroatin Blanka Vlašić ihren Verzicht auf die diesjährige Hallensaison verkünden sollte. Aber ihren Platz soll eine weitere Springerin übernehmen. Triebel hat dafür mit der jungen Schwedin Ebba Jungmark ein echtes Nachwuchstalent auf seiner Wunschliste. „Nun müssen nur noch alle gesund bleiben und eine gute Leistung bringen.“ Ob es für einen Angriff auf den Hallenweltrekord reicht, wird sich am kommenden Samstag zeigen.
Bei den Herren hofft der Meetinggründer auf Höhen deutlich über 2,30 Meter. Hier ruhen alle deutschen Hoffnungen auf dem Dresdner Raúl Spank. Mit Weltmeister Jesse Williams (USA), Vizeweltmeister Alexej Dmitrik und dem Vorjahressieger Iwan Uchow (beide Russland) warten jedoch große Herausforderungen auf ihn. Außerdem werden Jaroslav Bába (Tschechien), Dmitri Demjanjuk (Ukraine) und Sergey Mudrov (Russland) antreten.
Und auch für das Herrenfeld sieht Hubertus Triebel noch Optionen und will weiter die Augen offen halten: „Wenn noch jemand hoch springt, könnten wir noch ein oder zwei ins Starterfeld aufnehmen.“ Ob eventuell das junge Talent Mutaz Essa Barshim aus Katar oder auch der Grieche Dimítrios Chondrokoúkis in Frage kommen, steht aber noch nicht fest.
Der Blick auf das hochkarätige Starterfeld dürfte Hubertus Triebel auf jeden Fall mit dem Vorjahresmeeting versöhnen. Es wurmt ihn immer noch, im vergangenen Jahr vom ersten Platz der Hallenmeetings auf Position fünf abgerutscht zu sein. „Wir waren allerdings überrascht, dass das Publikum trotzdem von der Veranstaltung begeistert war“, so Pressesprecher Thomas Becker. Und damit auch in diesem Jahr wieder möglichst viele Besucher das Meeting live in der Halle verfolgen können, werden wieder zusätzliche Tribünen in der Halle aufgebaut. Trotzdem werden auch in diesem Jahr für die Sitzplätze am Veranstaltungstag nur noch einzelne nicht abgeholte Restkarten verfügbar sein.
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