8. Zeltkirmes

Von Saufeld nach Thangelstedt: Wo das Wildschwein im Siegel springt

(CZS/haw) - Der Ort liegt etwa fünf Kilometer südwestlich von Blankenhain entfernt. Er wurde erstmals 954 in der Chronik Res gesta Saxonia des Widekind von Corvey als Suveldun genannt. Im Jahre 1136 wurde das Dorf Sufelt und 1319 Saufeld genannt. Sprachlich gehört der Ortsname zu ahd. su, was so viel wie „Wildsau“ heißt.

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Die Mitglieder der Kirmesgesellschaft Thangelstedt haben jetzt alle Hände voll zu tun: Sie rüsten sich jetzt zu einer 3-Tages-Feier.

© Foto: CZS

Der Ort wurde sogar Schauplatz eines wichtigen Ereignisses in der deutschen Geschichte. Im Jahre 954 befand sich Kaiser Otto I., auch Otto der Große genannt, auf der Jagd bei Sulveldun. Ottos Sohn, Luidolf , Herzog von Schwaben, hatte mit Konrad von Lothringen (Konrad der Rote) und anderen Freunden versucht, seinen Vater vom Thron zu stürzen. Sie zettelten einen erbitterten Bürgerkrieg an, der von 952-954 tobte. Otto I. schlug den Aufstand nieder. Luidolf suchte seinen Vater hier auf und bat ihn um Gnade.

Seit etwa 1681 setzte sich allmählich der Name Thangelstedt durch (nach dem Familienname eines Rittergutsbesitzers). In den Gemeinderechnungen wurde der Ort aber noch bis 1800 Saufeld genannt.

Eine Pfarrei wurde erstmals 1509 erwähnt und bestand bis 1925. Die Kirche war Filial von Tannroda. Auf den Grundmauern einer Vorgängerkirche, die einem Brand zum Opfer gefallen war, wurde die heutige Kirche errichtet und am 1. Advent 1897 eingeweiht. Eine Erneuerung der Kirchturmspitze erfolgte 2007. Kirchhof und -garten wurden 2009/2010 saniert. Eine Schule lässt sich bis 1570 zurückverfolgen. Ein Schulneubau wurde 1908 errichtet.

Ein altes Gemeindesiegel zeigt den Eingang einer Mauer, darin einen Turnierhelm. Ein anderes Siegel zeigt ein springendes Wildschwein.

Hier in Thangelstedt (www.saufeld-thangelstedt.de) könnte – mal historisch und mit einem Augenzwinkern betrachtet - der Spruch entstanden sein: „Da lassen wir die Sau raus!“ Ob das stimmt, wird sich zeigen. Nun, der Ort rüstet sich jetzt zu einer 3-Tages-Feier. Die Kirmes steht ins Haus. Zum achten Male in Folge wird nun im Zelt gefeiert. Organisiert wird das Ganze von der Kirmesgesellschaft (28 Mitglieder) in Zusammenarbeit mit dem n des Dorfverein (48 Mitglieder). Burschenvater 2012 ist Eric Steinicke. Der achtet u.a. darauf: Wer zu spät zum Ständchen kommt, zahlt in die Kirmsekasse Strafe. Da gibt es doch bestimmt andere Möglichkeiten, sein Geld zu verflüssigen, oder?

 

Aus dem Programm

 

* Freitag, 3. August

22.00 Uhr: Tanz mit „Rockpirat“

 

* Sonnabend, 4. August

15.00 Uhr: Kindertanz

19.00 Uhr: Kirchweihgottesdienst

20.30 Uhr: Umzug der Kirmesgesellschaft durch das Dorf, Kirmes wird eingetanzt, anschließend Tanz mit „Excite“

 

* Sonntag, 5. August

9.00 Uhr: Ständchen

10.00 Uhr: Frühschoppen

15.00 Uhr: Engedaer Musikanten und Tanzeinlagen mit Rodena‘s Tanzgruppe (alles Kinder aus Thangelstedt)

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