Nohra (csh) – Schockierend war der erneute Anstieg der Spritpreise vor den Osterfeiertagen. In jedem Jahr kann davon ausgegangen werden, dass vor Feiertagen und Ferien die Preise in die Höhe schießen. Danach passiert nicht viel, außer der Geldbeutel wird schneller leer. Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Nohra klärte in Sachen Spritpreise auf: Wie setzen sich die Preise zusammen und wie kann jeder selbst durch eine entsprechende Fahrweise, trotz Erhöhung sparen?
„Der Kraftstoffpreis pro Liter setzt sich aus etwa 56 % Steueranteil sowie 44 % Kosten und Gewinne der Mineralölindustrie zusammen. So sind in einem Literpreis von 1,62 € Super-Kraftstoff, 65,4 Cent Mineralölsteuer und 25,9 Cent Mehrwertsteuer enthalten“, so Cornelius Blanke (Leiter der Unternehmenskommunikation des ADAC Hessen-Thüringen), „der Rest wird für die Gewinnung, Verarbeitung als auch den Transport etc. verwendet.“ Der Rohölpreis wird aufgrund der Tatsache, dass nur ein begrenztes Vorkommen verfügbar ist, absehbar steigen. Der ADAC fordert nicht mehr staatliche Regulierung der Preise, sondern mehr Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.
Wie sehen Sie das? Bei jeder Preiserhöhung verdient der Staat immer über die Mehrwertsteuer mit. Immer dann, wenn der Preis fällt, sinken also die Steuereinnahmen. Wer soll dem Staat, der Regierung, dem Finanzminister… glauben, dass sie ernsthaft an einer Preissenkung interessiert sind? Nach der Methode „Haltet den Dieb!“ lenken sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Mineralölkonzerne und Tankstellen. Über die mehr als 50 % staatliche Abzocke schweigen sich Politikerinnen und Politiker tunlichst aus. Dazu noch die kriegerischen und heimtückischen Ränkespiele gegen die Länder, die Erdöl produzieren…. Jetzt dürfte wohl klar sein, wer der eigentliche Preistreiber ist.
Pendler und Vielfahrer sehen die Entfernungspauschale nicht als wirkliche Steuervergünstigung. „Der jetzige Satz von 30 Cent für den Doppelkilometer (Hin-/Rückfahrt) reicht keineswegs ansatzweise zur Deckung der Kosten“, meint Cornelius Blanke und „deshalb ist es Zeit für Steuererleichterungen.“
Autofahrer sollten, um den Preissteigerungen entgegen zu wirken, preisbewusster tanken. Empfohlen wird vom ADAC Hessen-Thüringen günstige Kraftstoffpreise wahrzunehmen. Dazu sind Preisvergleiche nötig, die auch auf www.adac.de/tanken abrufbar sind. Weiterhin sollten vorzugsweise freie Tankstellen angefahren werden, noch bevor der Tank leer ist.
Durch cleveres Fahren kann Kraftstoff gespart werden. Dazu bietet das Fahrsicherheitszentrum in Nohra ein Spritspar-Training an, bei dem im Selbstversuch der Verbrauch und die Emissionen um bis zu 20 % gesenkt werden können. Gleichzeitig kann aktiv zum Umweltschutz beigetragen werden. Einführende Hinweise zu eigenen Spritsparmöglichkeiten konnte Marlis Wöbber (Fahrlehrerin und Spritspar-Trainerin des ADAC Fahrsicherheitszentrum) geben: „Vor Antritt der Fahrt sollte überflüssiger Ballast aus dem Auto verbannt und der Reifendruck geprüft werden. Nach Start des Motors sollte gleich, ohne das Gaspedal zuvor zu treten, losgefahren werden. An Ampeln einer bekannten Strecke kann bei einer Wartezeit von ca. 20 Sekunden der Motor abgestellt werden. Durch vorausschauendes Fahren (wenig Bremsen, Schwung ausnutzen mit entsprechendem Abstand) als auch mit geringen Drehzahlen fährt es sich ruhiger und entspannter“, so Marlis Wöbber und „Selbst durch Abschalten elektrischer Geräte kann der Verbrauch gesenkt werden.“
Mehr Tipps können beim Spritspar-Training in Erfahrung gebracht werden, welches jetzt in einer gemeinsamen Aktion mit Thüringer Waldquell 150-mal verlost wird.
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