Northeim/Uslar (lpd/usj) - Der Betrieb des Uslarer Krankenhauses wird zum 01. April eingestellt. Um die Frage zu diskutieren, wie man der Bevölkerung im Uslarer Raum auch weiterhin eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige ärztliche Versorgung anbieten kann, hatte Landrat Michael Wickmann Vertreter der Krankenhausbelegschaft des Uslarer Krankenhauses, niedergelassene Ärzte, Betreiber von Pflegeeinrichtungen, Kommunalpolitiker und den Insolvenzverwalter Dr. Steffen Koch für den 27. März zu einem "Runden Tisch" eingeladen.
Rettungsdienst sichergestellt:
Landrat Wickmann informierte die Teilnehmer, dass er in Abstimmung mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst entschieden habe, ab sofort keine notfallmäßigen Einweisungen von Patienten in das Uslarer Krankenhaus mehr vorzunehmen. Notfallpatienten würden nunmehr in die umliegenden Kliniken eingeliefert. Aufgrund der veränderten Situation habe er außerdem bereits Vorsorge getroffen und den notärztlichen Rettungsdienst im Uslarer Raum umgehend neu organisiert. Damit sei sichergestellt, dass Notfallpatienten auch in Zukunft innerhalb der gesetzlichen Hilfsfristen notärztlich versorgt werden können.
Motivierte Beschäftigte:
Lob und Anerkennung wurde den Beschäftigten des Krankenhauses dafür ausgesprochen, dass diese trotz ausstehender mehrmonatiger Lohnzahlungen ihrer Arbeit zum Wohle der Patienten nachgegangen sind. Dies zeige, wie wichtig ihnen ihr Krankenhaus ist und dass sie auch bereit sind, Veränderungen in der Gesundheitsversorgung im Uslarer Raum aktiv mit zu gestalten.
Kurzfristige Konzepterstellung:
Aus dem Kreis der Teilnehmer des "Runden Tisches" gab es verschiedene Überlegungen zur Zukunft des Uslarer Krankenhauses. Die eingebrachten Vorschläge sollen jetzt innerhalb der nächsten vier Wochen von einer Fachgruppe ausgearbeitet und dem "Runden Tisch" zur weiteren Beratung vorgelegt werden.
Die Beteiligten waren sich einig, dass das Uslarer Krankenhaus zu einem Gesundheitszentrum weiter entwickelt werden sollte. Dies wird jedoch nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn es gelingt, dem Insolvenzverwalter in den nächsten Wochen ein tragfähiges Konzept zu präsentieren.
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