Viel Prominenz war bei der Schlüsselübergabe zugegen

Eröffnung des Ausbildungszentrums für Metallberufe in Eisfeld

Eisfeld (wotan) - Am 26. Oktober 2011 wurde das Ausbildungszentrum für Metallberufe in Eisfeld nach einem halbjährigen "Probelauf" unter Teilnahme zahlreicher Landes-, Kreis- und Lokalpolitiker sowie beteiligter Unternehmer und der Azubis seiner Bestimmung offiziell übergeben.

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Eröffnungsgäste aus Politik und Wirtschaft

© Foto: wotan

Der Geschäftsführer des Hildburghäuser Bildungszentrums Kai Michaelis konnte zur offiziellen Übergabe des Ausbildungszentrums für Metallberufe in Eisfeld prominente Gäste begrüßen, an der Spitze Staatssekretärin Dr. Marion Eichborn. Auch Landtagsabgeordneter Henry Worm, Landrat Thomas Müller, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas und Bürgermeisterin Kerstin Heintz waren erschienen, so wie zahlreiche Unternehmer, unter ihnen der mit dem Unternehmerpreis ausgezeichnete Wolfgang Zimmermann.

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Feierliche Schlüsselübergabe

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In seiner Eröffnungsrede wies Kai Michaelis darauf hin, dass im Westdeutschen Rundfunk in einem 20-minütigen Beitrag über den Landkreis Hildburghausen berichtet worden sei und dabei auch die Frage aufgeworfen wurde, wie es ein so kleiner Landkreis schaffte, die bundesweit höchste Beschäftigungsdichte zu erreichen. Es gebe dafür drei Ursachen, erstens die Grenzlage mit 13.000 Pendlern, zweitens eine geschickte Förderungspolitik und drittens das große Engagement von Unternehmern und Arbeitnehmern. Ziel solle es sein, die Pendler schrittweise zurückzuholen und so den Fachkräftebedarf zu decken. Leute, die hier agieren, hätten zum richtigen Zeitpunkt das Richtige getan, als sie sich für die Schaffung das Ausbildungszentrums entschieden haben. Im Jahr 2010 wurden 23 Azubis ausgebildet, 2011 wären es bereits 41. Die delegierenden Betriebe würden das Konzept voll annehmen. In das Ausbildungszentrum seien 5,2 Millionen Euro investiert worden, von denen die beteiligten Unternehmen 700.000 Euro aufgebracht hätten. Modernste Technik biete ideale Ausbildungsbedingungen. Es komme darauf an, in den Schulen für die Ausbildungseinrichtung zu werben, auch im grenznahen bayerischen Raum.

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Azubi an moderner Maschine

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Staatssekretärin Dr. Marion Eichborn betonte, beim Projekt Ausbildungszentrum hätten drei Netzwerke gegriffen: das Unternehmensnetzwerk, das Ausbildungsnetzwerk und das Finanzierungsnetzwerk. 50 Unternehmen schufen das Ausbildungszentrum, die Kleineren von ihnen könnten alleine so eine moderne Ausbildung gar nicht leisten. Sie verstünden sich als Partner und nicht als Konkurrenten. Forschung und Entwicklung müssten auch noch verstärkt einbezogen werden. Beim Fördermitteleinsatz sei Landrat Thomas Müller ins Spiel gekommen. Der US-Amerikaner Richard Florida habe auf die Bedeutung der drei „T“ hingewiesen: „Talente“, „Technologie“ und „Toleranz“. Neben der Erstausbildung von Azubis sollte das Ausbildungszentrum auch für die Fortbildung im Prozess des lebenslangen Lernens genutzt werden.
Landrat Thomas Müller, der als Berufspädagoge 1984 selbst in die Berufsausbildung eingestiegen war, hob die Verbindung zwischen Berufstheorie und –praxis hervor, für die es heute das duale System gäbe. Nach der Wende existierten im Landkreis Hildburghausen fünf Berufsschulstandorte. Als die neue Berufsschule gebaut worden ist, hatte man 1.800 Azubis, heute seien es noch ganze 700. Als Standort für die berufspraktische Ausbildung standen Hildburghausen und Eisfeld zur Wahl, die Entscheidung fiel dann zugunsten von Eisfeld aus. Ein derartiges Ausbildungszentrum sei in Thüringen einmalig. Der Landkreis Hildburghausen habe viele Marktführer „vor Ort“, Unternehmen mit Durchhaltevermögen und Initiative. Ein Standortvorteil wäre die große Branchenvielfalt. Auch in der Krise hätten die Betriebe zusammengehalten, viele von ihnen wurden mit Preisen ausgezeichnet. An die Azubis richtete der Landrat den Appell, die hochmoderne Technik im Ausbildungszentrum sicher beherrschen zu lernen und pfleglich zu behandeln.

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Erklärung eines 3-D-Druckers

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Als Vertreter der beteiligten Unternehmen sprach Herr Jakob und dankte den Mitstreitern aus Politik und Wirtschaft. Auf 2.800 Quadratmetern sei eine vorzügliche Ausbildungseinrichtung geschaffen worden, um die uns viele beneiden. Neid müsse man sich hart erarbeiten, Mitleid bekomme man geschenkt.
Abschließend nahm der Architekt Herr Greiner das Wort und würdigte den dreijährigen Bauablauf, bei dem sich bis auf zwei bis drei Ausnahmen alle beteiligten Firmen auszeichnen konnten. Für 2,1 Millionen Euro stünden modernste Maschinen in den Ausbildungshallen.
Nach der symbolischen Schlüsselübergabe konnten die Eröffnungsgäste die Azubis an den modernen Maschinen beobachten. Besonderes Interesse der Staatssekretärin Dr. Marion Eichhorn fand der moderne 3-D-Drucker, der alleine 60.000 Euro gekostet hatte. Alle waren sich einig, dass mit diesem Ausbildungszentrum optimale Bedingungen für die Ausbildung eines qualifizierten Facharbeiternachwuchses geschaffen worden sind.

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