Gieselwerder - Im Dezember wurden durch die Viertklässler der Grundschule Gieselwerder kleine Geschenke gebastelt. Diese Geschenke sind für Schulkinder in Guatemala bestimmt, die in eine der über 70 Schulen gehen, die Martin Müller mit dem Verein APEI mit Unterstützung von Spendengeldern gegründet hat. Guatemala ist ein bitterarmes Land und Kinder, die dort die Chance haben lesen zu lernen, sind sehr dankbar und haben deshalb an Martin Müller Briefe für die Kinder hier in Deutschland mitgegeben.
Die Kinder der 4. Klasse der Grundschule Gieselwerder haben diese Briefe – übersetzt ins Deutsche – erhalten. Beim beantworten der Post entstand eine ganze Mappe bunter Briefe mit kleinen Verzierungen. Damit die Kinder in Guatemala die Briefe verstehen und antworten können, wurden sie von der gebürtigen Dominikanerin und hier in Gieselwerder lebenden Norma Pape und ihrer Tochter Natalie, übersetzt. Norma Pape überreichte schließlich die Mappe an die Vorsitzende des Fördervereins Weberei-Museum Beate Reitemeyer und dem ehrenamtlichen Museumsleiter Timur B. Kircher.
Martin Müller reist Anfang Februar nach Guatemala und überreicht dort den Kindern die Geschenke und Briefe. Würden die Briefe als Paket per Post versendet werden, wäre es fraglich, ob alles ankommt, denn die Infrastruktur ist in den Indiodörfern des Ixil-Dreieck so schlecht und die Menschen so arm, dass Pakete oft gestohlen oder aus anderen unerfindlichen Gründen nicht ankommen.
Die Kinder in Gieselwerder warten nun gespannt auf die Antworten, die am 20. März bei der Veranstaltung zum Thema „Hilfe für Guatemala" durch Martin Müller mitgebracht werden. Über die Brieffreundschaften, die so entstehen, treffen zwei grundverschiedene Kulturen aufeinander, und für alle Kinder öffnet sich auf diese Weise eine bislang fremde Welt. Was diese Kinder aus Guatemala und Gieselwerder verbindet, ist die Möglichkeit in einer Schule zu lernen.
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