Ortsdurchfahrt Niedermeiser

Abschaffung des Autobahnzubringers auf dem Prüfstand

Bild anzeigen

Immer höheres Verkehrsaufkommen durch Schwerlastverkehr sorgt in Niedermeiser nicht nur für Lärmbelästigungen zu allen Tageszeiten, sondern stellt auch zunehmend ein Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmer und Fußgänger dar.

© Foto: Kerstin Aderholz

Von Kerstin Aderholz

Liebenau/Niedermeiser - Sicher kann sich der ein oder andere noch an die abknickende Vorfahrt von der Buttenstraße in die Bremer Nebenstraße im Liebenauer Ortsteil Niedermeiser erinnern.
Geändert wurde dies, als die Landstraße aus Richtung Hofgeismar als Autobahnzubringer für die A44 ausgewiesen wurde und dem geradeaus Richtung Niederlistingen fahrenden Verkehr Vorrang eingeräumt wurde.
Was damals wohl als fortschrittliche Maßnahme betrachtet werden konnte, hat sich im Zuge des stets wachsenden Verkehrsaufkommens mehr und mehr zu einem Gefahrenpotenzial aufgrund einer nicht gut einsehbaren Engstelle sowie einer erheblichen Lärmbelästigung der Anwohner entwickelt.
Allerdings zeichnet sich eine Möglichkeit ab, wie sich das in Zukunft ändern könnte, was wiederum mit der Fertigstellung der Ortsumgehung Calden im Jahr 2022 zu tun hat. Denn ab diesem Zeitpunkt sei es nicht mehr zwingend notwendig, dass der Fern- und Schwerlastverkehr durch unmittelbar durch die Gemeinden Liebenau, Breuna und Calden hindurchfahren muss, so heißt es in der Begründung.
In der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 18. Dezember 2020 wird über einen diesbezüglichen Antrag der SPD Liebenau abgestimmt. Ursprünglich geht der Antrag auf die Idee einer Bürgerin aus Niedermeiser zurück, welche sich damit an den Ortsbeirat gewandt hatte.
Der Beschlussvorschlag lautet: „Der Magistrat wird beauftragt, bei der/den zuständigen Stelle(n) Erkundungen/Voranfragen einzuholen, um den Autobahnzubringer Kassel-Dortmund durch Niedermeiser abzuschaffen sowie eine Sperrung für LKW über 7,5 t (außer Anliegerverkehr) einzurichten. Das Ergebnis ist der Stadtverordnetenversammlung schnellstmöglich und in geeigneter Weise vorzulegen.“
Dazu gibt es einen Ergänzungsantrag der FWG-FRaktion, der folgendermaßen lautet:
„Zusätzlich zur Anfrage der Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung in Niedermeiser (LKW über 7,5 t) bei den zuständigen Stellen sollen auch die infrage kommenden Ausweichstrecken der LKW durch einzelne Ortsteile von Liebenau betrachtet werden und in die Anfrage mit einfließen.“ Damit soll verhindert werden, dass der betreffende Verkehr auf Strecken ausweicht, die dann an anderen Stellen für unliebsames Verkehrsaufkommen sorgen.
Bei diesem Antrag handelt es sich zunächst um einen Prüfauftrag.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder