Jugendtreff Höxter

Anime- und Cosplaybegeisterte treffen sich beim Shinjin-Meeting

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Die Siegerinnen des Cosplay-Contests posieren fürs Foto: 3. Platz Deborah Papst als D.Va aus Overwatch (v.l.), 1. Platz Mona Riedel als Road Kamelot aus D.Grayman und 2. Platz Fiona Broeker als Asuna Yuuki aus Sword Art Online.

© Foto: privat

Höxter (ozm) - „Meines Wissens gab es sowas in Höxter noch nicht“, sagt Robert, Mitorganisator des ersten Shinjin-Meetings im Juzi Höxter. Viele der Gäste des Shinjin-Meetings haben ihre grellen und bunten, teilweise aber auch düsteren und gruseligen Kostüme an. „Das Besondere ist, dass das in großen Teilen selbst hergestellt ist“, erläutert Eileen, die den Tag über durch das Bühnenprogramm führt: „Ich freue mich total, dass ich hier vor der Bühne so viele interessierte Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sehe, von denen auch noch viele in ihrem Cosplay da sind!“ Cosplay, so erklärt sie, ist die Abkürzung für „Costume-Play“, also Kostümspiel. Die Cosplayer stellen immer eine konkrete Person aus einem Comic, einem Film oder einer Serie dar.
„Wir haben im Jugendtreff eine Gruppe gegründet, die sich um die Belange der höxteraner Jugend kümmern möchte und interessante Veranstaltungen organisiert“, erklärt Peter Kamischke vom Juzi: „Die Gruppe ‚Jugend re(a)giert‘ entscheidet selbst, welcher Sache sie sich annehmen möchte und trifft sich einmal in der Woche.“ Diese Gruppe sei federführend bei der Organisation des Shinjin-Meetings gewesen.
Zu „Jugend re(a)giert“ gehören auch Evo, Ernst und Reinhold, die sich in einem sogenannten Maid-Café um das leibliche Wohl der Gäste kümmern. „Bei uns gibt es kalte und heiße Getränke sowie Kuchen und Ramen. Das ist ein klassisches asiatisches Gericht, im Grunde eine Nudelsuppe. Wir bereiten sie ganz frisch für jeden Gast zu“, sagt Evo, die in ihrem Kostüm wie ein Hausmädchen aussieht. Und schon muss sie weiter, denn es ist viel los an diesem Samstag. „Inklusive Team und Helfer kommen wir auf ungefähr 75 Teilnehmende“, freut sich Kamischke: „Ganz genau können wir es nicht sagen, da wir keinen Eintritt nehmen.“
Doch es ist nicht einfach nur ein Treffen. Es wird auch einiges geboten. Die Veranstalter haben sich nicht bitten lassen und haben gut zu tun, denn es gilt einen Cosplay-Wettbewerb, einen Anime-Titelmelodie-Wettbewerb, Karaoke-Singen, Virtual-Reality-Gaming sowie zwei Tanzangebote zu betreuen. Der Tanzautomat füllt die Pausenzeiten des Bühnenprogramms und neben der VR-Station bildet sich eine Schlange. „Beim VR-Gaming hat man eine spezielle Brille auf, die einem eine 360°-Rundumsicht im Spiel verschafft. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das in der Regel sehr gut“, äußert sich Steven, der die Station mitbetreut: „Wir spielen hier ein Spiel, bei dem man mit einer Art Laserschwert Ziele zerschlagen muss. Das ist schon recht anspruchsvoll.“ Auf einem Bildschirm kann man das Geschehen, das der Spieler virtuell erlebt, mitverfolgen.
Beim Random-Dance ist das Ziel der Tänzer die Choreographien der alle 20 Sekunden wechselnden Lieder zu beherrschen und sie nachzutanzen. „Nach einer halben Stunde ist man da ganz schön aus der Puste“, findet Kevin, der das Random-Dancing betreut: „Es macht aber vor allem in der Gruppe viel Spaß!“
„Wir werden andauernd gefragt, ob wir planen sowas zu wiederholen. Dass wir hier über 60 Gäste haben, zeigt uns, dass der Bedarf da ist. Wir werden nach einigem Luftholen in der Gruppe über das weitere Vorgehen abstimmen. Spaß macht es uns jedenfalls auch“, resümiert Dustin, der seit Anfang an zur Beteiligungsgruppe gehört: „Wir freuen uns aufs nächste Mal und dass so viele da waren!“

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